POLITIK
14/03/2016 16:24 CET | Aktualisiert 16/03/2016 05:04 CET

Gabriel im ZDF: "Seehofer hat die AfD stark gemacht"

twitter.com/zdf
SPD-Chef Sigma Gabriel hat der CSU die Schuld am Erfolg der AfD gegeben

  • Gabriel macht die CSU mitverantwortlich für den AfD-Aufstieg

  • Der SPD-Chef attackierte im ZDF CSU-Chef Seehofer

  • Gabriel verortete die AfD "zwischen deutschnational, rechtspopulistisch und rechtsradikal"

SPD-Chef Sigmar Gabriel gibt dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer eine Mitschuld am Erstarken der AfD. Seehofer habe die Partei stark gemacht, sagte der SPD-Vorsitzende am Montag in Berlin in der vorab aufgezeichneten ZDF-Sendung "Was nun, Herr Gabriel?".

"Wer ständig die gleichen Sprüche klopft wie die AfD, muss sich nicht wundern, dass man selbst dann als CSU-Politiker der Berufungsfall wird."

"Ganz sicher werden wir unsere Politik nicht ändern"

Beflügelt durch die Flüchtlingsdebatte hatte die AfD bei den Landtagswahlen am Sonntag abgeräumt. Die SPD verbuchte in Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg dagegen schwere Verluste. Auch die CDU erlebte Schlappen. CSU-Chef Horst Seehofer hatte daraufhin dringender denn je einen Kurswechsel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Flüchtlingspolitik gefordert.

Gabriel warnte vor solch einem Schritt. "Man darf doch nicht von dem, von dem man überzeugt ist, deshalb abweichen, weil ein Teil von Wählerinnen und Wählern ihren Frust auch über die Flüchtlingspolitik bei der AfD gelassen hat." Es sei weiter richtig, eine europäische Lösung zu suchen. "Ganz sicher werden wir unsere Politik nicht ändern."

Der SPD-Chef sagte, der Einzug der AfD in weitere Landesparlamente mache ihn nicht hysterisch. In vielen europäischen Staaten gebe es rechtspopulistische Parteien. Er selbst verorte die AfD "zwischen deutschnational, rechtspopulistisch und rechtsradikal".

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