POLITIK
14/03/2016 11:18 CET | Aktualisiert 14/03/2016 11:19 CET

Hunderte Flüchtlinge aus Idomeni brechen nach Mazedonien auf

dpa
Hunderte Flüchtlinge haben sich aus Idomeni in Richtung Mazedonien aufgemacht

  • Flüchtlinge brechen aus Griechenland in Richtung Mazedonien auf

  • Die Flüchtlinge stammen vorwiegend aus Syrien und dem Irak

  • 12.000 Migranten harren weiter in Idomeni aus

Mehrere hundert Menschen haben sich vom griechischen Flüchtlingslager Idomeni aus auf den Weg gemacht, um zu Fuß die Grenze zu Mazedonien illegal zu überqueren.

Nach einem acht Kilometer langen Marsch durchquerten einige hundert von ihnen einen reißenden Fluss auf griechischer Seite, dessen anderes Ufer noch etwa 500 Meter von der mazedonischen Grenze entfernt ist, wie ein dpa-Reporter am Montag berichtete.

Kein Grenzzaun in der Ortschaft Chamilo

An dieser Stelle unweit der Ortschaft Chamilo gebe es dem Anschein nach keinen Grenzzaun mehr, der die Menschen auf ihrem Weg in Richtung Deutschland aufhalte.

Die Flüchtlinge stammen demnach vorwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Bei der Querung des Flusses halfen junge Männer schwächeren Flüchtlingen, damit diese nicht von der Strömung mitgerissen wurden.

Später zogen griechische Bereitschaftspolizisten auf und teilten den Menschen mit, dass ihr Vorhaben sinnlos sei: Auf mazedonischer Seite würden die Flüchtlinge bereits erwartet und von den dortigen Behörden wieder zurück über die Grenze nach Griechenland gebracht.

Die Bereitschaftspolizisten versuchten zwar, die Gruppe aufzuhalten, ließen sie dann aber passieren, ohne Gewalt anzuwenden.

Dramatische Lage am Grenzzaun

In dem improvisierten Lager Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze ist die Lage dramatisch. Nach neuem Dauerregen ist das Camp völlig verschlammt. Dutzende Menschen, darunter viele Kinder, leiden unter Atemwegserkrankungen, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete.

Die Behörden riefen die Migranten abermals auf, das Camp zu verlassen und in andere organisierte Lager im Landesinneren zu gehen. Bislang sollen nach Schätzungen griechischer Medien mehr als tausend Menschen Idomeni verlassen haben. Rund 12.000 Migranten harren dort weiter aus.

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