POLITIK
13/03/2016 14:52 CET | Aktualisiert 13/03/2016 16:13 CET

Nach den Landtagswahlen: Bei allem Entsetzen über die AfD – es ist nicht alles schlecht in Deutschland

dpa
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD)

  • Großes Entsetzen nach Wahlerfolg der AfD

  • Aber auch starke Erfolge von Dreyer und Kretschmann

  • Wichtiges Signal in der Flüchtlingskrise

Ja, die Wahlerfolge der AfD an diesem Sonntag sind grauenvoll – besonders in Sachsen-Anhalt, wo die Partei nach ersten Prognosen auf 23 Prozent der Stimmen kam. Aber bei allem Entsetzen über die Erfolge der Alternative für Deutschland: Es ist nicht alles schlecht.

Die klaren Wahlsiege der amtierenden Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD) in Rheinland-Pfalz und Winfried Kretschmann (Grüne) in Baden-Württemberg sind ein deutliches Zeichen, dass ein großer Teil der Wähler mit der aktuellen Politik, insbesondere der Flüchtlingspolitik einverstanden ist. Denn die stand ja im Mittelpunkt bei diesen Wahlen.

Sowohl Dreyer als auch Kretschmann haben sich im Wahlkampf als Befürworter der Asylpolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gezeigt. Ihre jeweiligen Herausforderer Julia Klöckner und Guido Wolf stellten sich gegen ihre Parteichefin. Viele Deutsche, das haben diese Wahlen gezeigt, sind dafür, dass ihr Land ein weltoffenes, ein gastfreundliches bleibt.

Die Quittung gab es heute. Ein Triumph für die Kanzlerin – oder um es mit Journalist Nils Minkmar zu sagen:

Wo wir schon bei guten Nachrichten an diesem Sonntagabend sind: Auch positiv ist die starke Wahlbeteiligung in allen drei Bundesländern – das sieht auch Justizminister Heiko Maas (SPD) so:

Und noch ein Gewinner des Wahl-Sonntags: die FDP. Die Liberalen schaffen nach ersten Prognosen den Einzug in alle drei Landtage. Auch wenn sich das in Sachsen-Anhalt im Laufe des Abends noch ändern könnte: Nachdem die Partei nach dem Debakel bei Bundestagswahlen 2013, als sie aus dem Parlament flog, von vielen schon beerdigt wurde, haben wir heute Abend so etwas wie die Wiederauferstehung gesehen.

Den Erfolg kann sich vor allem einer auf die Fahne schreiben: Parteichef Christian Lindner.