POLITIK
13/03/2016 23:14 CET

Elfenbeinküste: Berichte über deutsche Opfer bei Al-Kaida-Anschlag

Soldaten sichern eine Straße vor dem Hotel "Etoile du Sud" in Grand Bassam
AP
Soldaten sichern eine Straße vor dem Hotel "Etoile du Sud" in Grand Bassam

  • Bei einem Al-Kaida-Anschlag in der Elfenbeinküste wurden 22 Menschen getötet

  • Der ivorische Innenminister berichtet im Fernsehen von deutschen Opfern

  • Insgesamt seien "vier Weiße" ums Leben gekommen

Bei Attacken auf Strandurlauber an einer Hotelanlage im Ferienort Grand-Bassam an der Elfenbeinküste wurden am Sonntag mindestens 22 Menschen getötet.

Unter den Toten sind laut Regierungsangaben 14 Zivilisten, zwei Angehörige einer Spezialeinheit und sechs Angreifer. Zu dem Anschlag bekannte sich Experten zufolge die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Magreb.

Berichte über deutsche Opfer

Das Auswärtige Amt prüft Berichte über deutsche Todesopfer bei den Anschlägen auf drei Hotels in der Elfenbeinküste. Das Außenministerium erklärte: "Die deutsche Botschaft ist eingeschaltet und steht in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden und unseren Partnern vor Ort. Die Botschaft bemüht sich mit Hochdruck um Aufklärung darüber, ob deutsche Staatsangehörige von dem Terrorangriff betroffen sind."

Der ivorische Innenminister Ahmed Bakayoko hatte am Sonntag im lokalen Fernsehsender RTI mitgeteilt, dass unter den Toten auch Deutsche seien. Insgesamt seien vier Weiße bei dem Attentat mit mindestens 22 Toten ums Leben gekommen. Ein Franzose sei getötet worden, erklärte das Außenministerium in Paris.

Mehrere bewaffnete Männer hatten am Sonntag in Grand-Bassam, rund 40 Kilometer südöstlich der Wirtschaftsmetropole Abidjan, das Feuer auf Hotelbesucher eröffnet.

USA verurteilen den Angriff

Washington hat die Terrorattacke auf Strandurlauber in der Elfenbeinküste scharf verurteilt. Die "Gedanken und Gebete der USA sind bei all den Betroffenen dieser sinnlosen Gewalt", teilte Außenamtssprecher John Kirby am Sonntagabend mit.

Sein Land sei bereit, die Regierung der Elfenbeinküste bei den Ermittlungen zu "dieser heimtückischen Attacke" zu unterstützen. Für die USA seien die Elfenbeinküste ein wichtiger regionaler Partner, sagte Kirby weiter.

Bei Angriffen von Extremisten auf bei Ausländern beliebten Hotels in zwei anderen westafrikanischen Ländern - Mali im November und Burkina Faso im Januar - waren Dutzende Menschen getötet worden. Im Juni 2015 hatte ein Islamist in Tunesien ebenfalls am Strand 38 Menschen getötet.

Mit Material von DPA und AP