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12/03/2016 09:33 CET

Minderjähriger Flüchtling springt aus fahrendem Zug und stirbt

Ein junger Flüchtling ist aus dem Zug gesprungen und wurde tot auf den Gleisen gefunden
Lennart Preiss/Getty Images
Ein junger Flüchtling ist aus dem Zug gesprungen und wurde tot auf den Gleisen gefunden

  • Ein 17-Jähriger Flüchtling ist nahe aus einem Zug gesprungen

  • Offenbar wollte er einer Polizeikontrolle entgehen

  • Er wurde tot an einem S-Bahnhof im Landkreis München aufgefunden

Bei einer Polizeikontrolle ist am frühen Freitagmorgen ein ägyptischer Flüchtling aus einem fahrenden Zug gesprungen - und ums Leben gekommen.

Der 17-Jährige befand sich im Nachtzug von Verona Richtung München, eine Strecke, die häufig von Flüchtlingen genutzt wird.

Als der junge Mann bemerkte, dass Polizisten im Zug Passkontrollen durchführten, versteckte er sich zunächst unter einer Sitzbank. Die Fahnder entdeckten ihn jedoch und fragten ihn nach seinem Ausweis. Der Jugendliche gab diesen daraufhin ein Dokument aus Österreich. Um seine Papiere zu überprüfen, baten die Polizisten den Flüchtling, vor dem Abteil zu warten.

Währenddessen entwischte der junge Mann in ein anderes Abteil, öffnete dort das Fenster, und sprang aus dem Zug, der mit 160 Stundenkilometern unterwegs war.

Zwei amerikanische Touristinnen, die in dem Abteil geschlafen hatten, waren Zeuginnen dieses Vorfalls. Wie der "Münchner Merkur" berichtet, sei es normalerweise nicht möglich, das Fenster zu öffnen. Doch ausgerechnet in diesem Abteil sei die Klimaanlage defekt gewesen, so dass die Blockierung dort nicht funktionierte.

Nach einem Notruf wurde die Strecke nach dem Mann abgesucht. Er wurde schwerverletzt in der Nähe des S-Bahnhofs Haar im Landkreis München gefunden, starb aber noch vor Eintreffen der Rettungskräfte.

Wie die Münchner Polizei bei einer Pressekonferenz mitteilte, ist der Mann bereits früher einmal von der Bundespolizei aufgegriffen worden. Damals sei er nach Österreich zurückgeschickt worden.

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