POLITIK
11/03/2016 02:18 CET | Aktualisiert 11/03/2016 03:16 CET

Ein gewaltsamer Tod in Putins Umfeld gibt Rätsel auf

AP
Der frühere Putin-Berater Michail Lessin starb durch einen gewaltsamen Tod

  • Ein Gutachten hat ergeben, dass ein früherer Berater Wladimir Putins im letzten Jahr gewaltsam gestorben ist

  • Er starb durch Gewalteinwirkung auf den Kopf

  • Russische Medien hatten nach seinem Tod einen Herzanfall als Ursache angegeben

Seltsame Todesfälle sind im Umfeld des russischen Präsidenten Waldmir Putin nicht ungewöhnlich.

Jetzt hat ein Gutachten ergeben, dass ein frühere Berater von Wladimir Putin offensichtlich umgebracht würde - während die offizielle russische Darstellung "Herzanfall" lautete.

Michail Lessin ist aber nach übereinstimmenden US-Berichten gewaltsam gestorben. Die "Washington Post" und andere Medien zitierten am Donnerstag aus einem Gutachten des obersten Gerichtsmediziners der US-Hauptstadt: Die Todesursache sei demnach Gewalteinwirkung gegen Lessins Kopf gewesen. Außerdem führe der Bericht Verletzungen an Nacken, Oberkörper, Armen und Beinen an.

Russia Today nannte Herzattacke als Todesursache

Lessins Leiche war am 5. November 2015 in einem Washingtoner Hotel entdeckt worden. Er wurde 59 Jahre alt. Lessin war von 1999 bis 2004 Informationsminister und später Putins Berater. Kritikern zufolge spielte er eine wesentliche Rolle bei der Knebelung unabhängiger Medien in Russland.

Die Washingtoner Polizei erklärte am Donnerstag, der Fall werde weiterhin untersucht. Ein Sprecher wollte laut "Washington Post" nicht sagen, ob es sich bei der Gewalteinwirkung um ein Verbrechen gehandelt habe.

Der Kreml hatte den Tod Lessins im November bestätigt. Die staatliche Fernsehgesellschaft Russia Today, bei deren Gründung Lessin mitgeholfen hatte, nannte eine Herzattacke als Todesursache.

Davon hatte angeblich auch Lessins Familie gesprochen und sich auf entsprechende langjährige Beschwerden berufen.

Mit Material der DPA

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