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11/03/2016 09:53 CET | Aktualisiert 11/03/2016 11:02 CET

Bandscheibenvorfall erkennen und vorbeugen - so geht es

DeanDrobot via Getty Images
Einen Bandscheibenvorfall muss nicht sein. Mit der richtigen Haltung könnt ihr die Schmerzen vorbeugen.

  • Lendenwirbelsäule besonders von Bandscheibenvorfällen betroffen

  • Wird eine Operation angeraten, kann eine zweite Meinung helfen

  • Mit der richtigen Haltung vermeidet ihr Rückenprobleme

Wer im Job viel sitzt, hat anscheinend einen nicht sonderlich physisch anstrengenden Beruf. Sagt man. Doch der Körper leidet. Besonders, wenn man als Dauersitzer auch eher unsportlich ist.

Dann steigt nämlich die Gefahr einen Bandscheibenvorfall zu erleiden. Ähnlich ergeht es Menschen, die täglich schwer heben müssen, schreibt das Informationsportal "Neurologen und Psychiater im Netz".

Das ist kein Leiden des Alters. In den meisten Fällen sind die Patienten zwischen 30 und 50 Jahre alt. Und auch wenn es eher ernüchternd klingt: Selbst junge und sportliche Menschen können einen Bandscheibenvorfall erleiden. Die Fallzahl ist nur geringer.

Doch was ist ein Bandscheibenvorfall eigentlich?

Wir haben23 Bandscheiben - und diese liegen als Stoßdämpfer zwischen den knöchernden Wirbeln.

Verschieben sich diese und drück die Bandscheibe auf das Gewebe neben der Wirbelsäule spricht man von einem Bandscheibenvorfall. Mediziner nennen diesen auch Prolapsus nucleus pulposus oder Discusprolaps.

In den meisten Fällen ist nach der Informationsseite des Verbandes die Lendenwirbelsäule betroffen. Hier ist die Druckbelastung am größten. Im Vergleich: In der Halswirbelsäule kommt es 100mal seltener zu einem Vorfall.

Wie bemerkt man einen Bandscheibenvorfall?

Nicht immer sind Schmerzen und Lähmungserscheinungen die Folge eines Bandscheibenvorfalls. Manche Betroffene erfahren erst bei einer Routineuntersuchung überhaupt von ihrer Erkrankung.

Drückt die verrutschte Bandscheibe auf Nervenwurzeln oder Rückenmark treten jedoch Beschwerden auf. Starke Schmerzen, ein Kribbeln oder Taubheitsgefühl in Armen oder Beinen oder gar gelähmte Muskeln plagen dann den Betroffenen.

Schmerzen sind mit Blick auf bleibende Schäden aber eher "nützlich", heißt es auf der Informationsseite.

Wie wird ein Bandscheibenvorfall therapiert?

Ein Beispiel dafür: Die Bandscheibe drückt auf die Nervenwurzel. Das schmerzt. Hört dieser Schmerz aber plötzlich auf oder wird von einem Taubheitsgefühl ersetzt, sollten die Alarmglocken schrillen.

Denn das ist ein Hinweis auf einen "Wurzeltod", bei dem sofort gehandelt werden sollte. Also ab zum Arzt. Nur so können dauerhafte Schäden verhindert werden, wird in dem Artikel betont.

Oder: Kann man den Urin nicht mehr halten, dann muss man innerhalb von sechs Stunden operiert werden, erklärte Bernd Kladny, stellvertretender Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie in einem Artikel von "Spiegel Online".

In vielen Fällen helfen bei einem Bandscheibenvorfall entzündungshemmende und schmerzlindernde Medikamente. Eine Physiotherapie kann helfen, sich an Alltagssituationen zu gewöhnen und wieder im Rumpf stabiler zu werden.

Sollte dieser Behandlungsweg nicht helfen oder erhebliche Lähmungserscheinungen vorliegen, kann eine Operation angeraten werden. Experten empfehlen einen zweiten Rat einzuholen. Das berichtet die Nachrichtenseite.

Und was ist dann ein Hexenschuss?

Der Hexenschuss - oder ein Lumbago - ist ein plötzlich auftretender Schmerz im unteren Rücken, der bis ins Bein geht. Betroffene können aufgrund der Schmerzen sich kaum bewegen. Das kann der Ärzte-Seite zufolge ein Hinweis auf eine geschädigte Bandscheibe sein. Muss es aber nicht.

In der Regel ist ein Hexenschuss eine "Verkrampfungen in der Muskulatur und Entzündungen an verschiedenen Teilen der Wirbelsäule, die in wenigen Tagen bis Wochen wieder vollkommen ausheilen", erklärte der Neurochirurg Marko Ständer gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Im Gegensatz zum Bandscheibenvorfall drückt es die Bandscheibe dabei aber nicht aus der Wirbelsäule.

Wichtig ist: Man kann einen Bandscheibenvorfall vorbeugen.

  • Meistens hat man bereits zuvor Muskelprobleme, weil manche Bereiche im Körper zu kräftig und daher nicht richtig dehnbar sind. Andere Muskelgruppen sind vielleicht auch zu schwach. Um das Ungleichgewicht durch Muskelübungen aber nicht noch zu verstärken, empfiehlt Michael Preibsch vom Deutschen Verband für Physiotherapie zunächst unter Anleitung zu trainieren. Das schreibt "Spiegel Online".
  • Bewegung ist zudem wichtig, um einen Bandscheibenvorfall vorzubeugen. Joggen, Walken, aber auch Yoga eignen sich dem Experten zufolge am besten dafür.
  • Zudem solltet ihr dem Bericht zufolge Fehlbelastungen meiden, wie das Telefon zwischen Kopf und Schulter klemmen und natürlich ständiges Sitzen. Manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Dann setzt euch aufrecht hin.
  • Schont euren Rücken und hebt Schweres, in dem ihr in die Knie geht und aus den Beinen heraus das Gewicht stemmt. Daran erinnert das Lifestyle-Magazin "Men's Health".

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