POLITIK
11/03/2016 08:18 CET | Aktualisiert 11/03/2016 08:26 CET

Bericht: AfD will Beschneidungs-Verbot für muslimische und jüdische Jungen

dpa

  • AfD will Beschneidung muslimischer und jüdischer Jungen verbieten lassen

  • Die Begründung: Es soll gegen die Menschenwürde verstoßen

  • Minarette bezeichnet die AfD als „islamisches Herrschaftssymbol“

Es ist eine Forderung, die für Wirbel sorgen dürfte: Die AfD will offenbar die Beschneidung jüdischer und muslimischer Jungen in Deutschland verbieten lassen. Das berichtet die "Bild" und beruft sich dabei auf einen Entwurf des AfD-Parteiprogramms, das Ende April von einem Bundesparteitag in Stuttgart beschlossen werden soll.

In dem Entwurf heißt es laut "Bild" unter anderem, dass die AfD die Beschneidung des männlichen Kindes „wegen gravierender Grundrechtsverletzungen“ ablehne. Das Vorgehen verstoße gegen die Menschenwürde und missachte die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung der betroffenen Kinder.

Minarett als "islamisches Herrschaftssymbol"

Zudem lehnt die AfD in dem Entwurf das Minarett als „islamisches Herrschaftssymbol“ genauso ab wie den Muezzinruf. Der Grund: Es stehe „im Widerspruch zu einem toleranten Nebeneinander der Religionen“, das "die christlichen Kirchen in der Moderne praktizieren“.

Die AfD will darüber hinaus das „betäubungslose Schächten von Tieren“ verbieten lassen und die entsprechende Ausnahmeregelung für Religionsgemeinschaften im Tierschutzgesetz streichen.

AfD will die GEZ abschaffen

Wie die "Bild" weiterhin berichtet, setzen sich die Rechtspopulisten in dem Programmentwurf zudem für die Privatisierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und Abschaffung der Gebühreneinzugszentrale GEZ ein. ARD und ZDF sollen sich „von 2018 an selbst finanzieren“.

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