LIFESTYLE
10/03/2016 14:24 CET | Aktualisiert 11/03/2016 12:35 CET

Er beobachtet, wie eine junge Frau leidet - und tut etwas Unerwartetes

Als ein Mann ein Restaurant betritt, sieht er dort eine junge Frau sitzen. Er merkt sofort: Irgendetwas stimmt nicht mit ihr, sie versucht, etwas zu verstecken. Der Mann weiß, was er tun muss.

Er teilte die schöne Geschichte anschließend auf Facebook. Wir haben sie bei dem Portal "tickld" gefunden:

Ich saß heute zum Mittagessen an einer Bar in einem Restaurant bei mir um die Ecke und nahm eine Auszeit vom stressigen Alltag. Während ich dort saß, dachte ich darüber nach, wie schwer ich es in letzter Zeit hatte und dass ich meine Arbeit so satt habe. Ich bin Besitzer einer Agrarfirma und habe noch nie das Gefühl gehabt, dass ich etwas im Leben anderer Menschen bewirken kann.

Als ich so dasaß und mich selbst bemitleidete, betrat eine hübsche junge Frau – etwa 25 Jahre alt – das Restaurant und setzte sich an einen Tisch, an dem sie auf eine Freundin wartete. Nacht nur kurzer Zeit bemerkte ich, dass die Frau versuchte, sich vor den Blicken der anderen Restaurantgäste zu verstecken – und mein Herz rutschte mir in die Hose.

Man konnte sehen, dass ihr Haar ausfiel, weil sie – in ihrem Jungen Alter bereits – eine Chemotherapie durchmachte.

Ich saß da und beobachtete, wie sie versuchte beherrscht zu bleiben und sich nicht verunsichern zu lassen. Ich fühlte mit ihr und versuchte mir vorzustellen, wie es sein muss, so etwas zu erleben.

Denn auch ich kenne einen Teil ihres Schmerzes: Ich habe meine Frau, die Liebe meines Lebens, vor nur ein paar Jahren beerdigt, nachdem ich sie langsam sterben sehen musste.

Ich fühlte mich, als müsste ich der Frau eine Botschaft der Hoffnung übermitteln. Aber was konnte ich tun?

Dann hatte ich eine Idee: Ich rief die Kellnerin zu mir und erklärte, dass ich die Rechnung der Frau und ihrer Freundin übernehmen wolle. Ich sagte ihr auch, sie solle ihr nicht verraten, dass ich es gewesen sei. Ich gab der Kellnerin eine Notiz, die sie der Frau geben sollte.

Auf dieser stand: "Jemand heute fand, du bist wunderschön, jemand fand, dein Lächeln glühte vor Begeisterung, jemand heute fand, deine Augen erleuchteten die Welt, jemandem warst du wichtig. Und er wollte, dass du es weißt. Genieß den Rest des Tages, schöne junge Frau.

Etwa 15 Minuten später fragte das Mädchen nach der Rechnung: "Warum?" fragte sie, als sie erfuhr, dass sie bereits bezahlt sei. Die Kellnerin überreichte ihr den Zettel.

Ich schaute zu, wie sie langsam begann die Notiz zu lesen. Ihr schossen Tränen in die Augen – und dann begann sie zu lächeln. Ein breites, wunderschönes, hoffnungsvolles Lächeln. Sie erleuchtete den Raum und dann setzte sie sich aufrecht hin. Ihr war es egal, wer sie sehen konnte. Auch ihre Freundin strahlte, nicht wegen dem was passiert war, sondern weil ihre Freundin sich wieder schön fühlte.

Es ist nicht wichtig, wie wir aussehen oder was wir haben, nicht unsere Häuser und wie viele Autos wir haben. Es ist auch nicht entscheidend, wie viel Geld wir verdienen. Es geht nur darum, wie sehr wir uns sorgen und was wir tun: auch wenn es nur ist, dass wir dafür sorgen, dass sich jemand für nur einen Moment wieder schön fühlt.

Ja, das Essen kostete nur ein paar Dollar, aber das Schöne daran ist: Die Magie war umsonst.

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