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09/03/2016 11:13 CET

Diese 7 Dinge passieren mit deinem Körper, wenn du auf Milch verzichtest

Letizia Le Fur via Getty Images
Frau mit Milch

Milch ist ungesund, macht dick und ruft Allergien hervor. Das behaupten jedenfalls immer mehr Ratgeber und Ernährungsexperten. Darüber hinaus steigt die Zahl der Menschen, die komplett auf Milchprodukte verzichten, sei es aus ethischen oder aus gesundheitlichen Gründen.

Es sei unnatürlich Milch zu trinken, sagen beispielsweise Verfechter der sogenannten Paleo-Diät. Die Anhänger dieser Ernährungsform wollen sich wieder wie die Menschen der Steinzeit ernähren - und verzichten deshalb vollkommen auf Milchprodukte. Sie sind der Ansicht, dass Kuhmilch nicht für den Menschen geeignet ist, sondern nur für Kälber.

Dieser Ansicht widersprechen allerdings einige Wissenschaftler heftig: Milch sei ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Ernährung, sagen sie. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, täglich Milchprodukte zu sich zu nehmen.

Doch was passiert eigentlich mit deinem Körper, wenn du auf Milch verzichtest? Schädigst du damit deine Gesundheit oder bringst du ihn wieder in Balance?

Wir haben 8 Dinge gefunden, die sich bei einem Verzicht auf Milch in deinem Körper ändern werden:

1. Deine Haut wird besser

Mehrere Studien legen nahe, dass Milchprodukte Akne hervorrufen können. Im Verdacht steht dabei vor allem fettarme Milch. Einen Grund konnten Wissenschaftler bisher nicht finden. Tatsächlich verzichten viele Menschen mit Hautproblemen auf Milchprodukte und berichten von positiven Effekten.

Mehr zum Thema: Das steckt wirklich hinter Pickel durch Milch

2. Du nimmst weniger Antibiotika zu dir

Die Milchwirtschaft ist auf Effizienz getrimmt – und so werden die Milchkühe mit Antibiotika vollgepumpt, damit sie nicht krank werden und immer Leistung bringen. Diese Arzneimittel finden sich dann auch in Spuren in Milch. Das Gefährliche daran ist, dass man die Folgen dieses übermäßigen Antibiotika-Einsatzes für Mensch und Umwelt nicht absehen kann.

3. Milch senkt und steigert das Krebsrisiko - möglicherweise

Die gute Nachricht für Milchliebhaber: Milch soll das Risiko für Dickdarmkrebs senken. Die schlechte: Bei Prostata- und Eierstockkrebs steigt es eher. Noch sind die Erkenntnisse aber nicht wissenschaftlich gesichert. "Bislang gibt es Hinweise, aber keine ausreichenden Beweise dafür, dass Milchverzehr die Entstehung dieser Krebsarten begünstigt", beruhigt Jürgen Schrezenmeir von der Bundesanstalt für Milchforschung gegenüber "Zeit Online“.

4. Du könntest zunehmen

Milch ist zwar als Fettmacher verschrien, da sie viele Kalorien enthält – jedoch haben schwedische Wissenschaftler in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass fetthaltige Milchprodukte vor Übergewicht schützen könnten. So neigte die Gruppe der Teilnehmer, die regelmäßig fetthaltige Milchprodukte zu sich nahm, weniger zu Übergewicht als die Gruppe, die fetthaltige Milchprodukte mied. Die Forscher glauben, dass es daran liegt, dass Kalzium in der Milch den Fettstoffwechsel anregt.

5. Deine Knochen werden nicht brüchig

Vor allem früher rieten Ernährungsexperten, viel Milch zu trinken, um Osteoporose zu verhindern. Da Milch viel Kalzium und Vitamin D enthält, soll es der gefürchteten Knochenkrankheit vorbeugen. Neuere Studien lassen an dieser These zweifeln. Gegen Osteoporose hilft vielmehr regelmäßiger Sport im Freien und die Einnahme von Kalzium. Man muss das Kalzium aber nicht über Milch zu sich nehmen, wie die Harvard University auf ihrer Webseite berichtet. Der wertvolle Nährstoff findet sich beispielsweise auch in Bohnen.

6. Bei Kindern steigt das Risiko, an Asthma zu erkranken

Allergologen der Ludwig-Maximilians-Universität München fanden im Rahmen der Langzeitstudie Pature heraus, dass Rohmilch bei Kindern das Risiko senkt, an Asthma zu erkranken. Das gilt aber nicht für die in hocherhitzte Milch, die in Supermärkten erhältlich ist.

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7. Deine Verdauung könnte sich verbessern

Viele Erwachsene können mit steigendem Alter keine Milch mehr verdauen - nur 40 Prozent der Weltbevölkerung behält diese Fähigkeit im Erwachsenenalter. In Europa liegt der Prozentsatz allerdings viel höher. Der Rest ist laktoseintolerant und sollte auf Milch verzichten.

Wenn laktoseintolerante Menschen Milchprodukte zu sich nehmen, leiden sie an Bauschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Wer nach dem Konsum von Milchprodukten unter Verdauungsbeschwerden leidet, sollte besser zum Arzt gehen und sich testen lassen.

Milch scheint eben ein durch und durch widersprüchliches Lebensmittel zu sein. Am besten ist es wohl, Milch zu trinken, wenn man sie gut verträgt und gerne mag. Wer darauf verzichten will, kann aber auch ohne Milch gut auskommen – es droht keine akute Gefährdung der Gesundheit, wenn man sich sonst ausgewogen ernährt und die Nährstoffe aus anderen Quellen bezieht.

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