POLITIK
09/03/2016 18:07 CET

IS soll im Nordirak Chemiewaffen eingesetzt haben

Xinhua News Agency via Getty Images
Zwei Kinder, die nach den Angriffen in einem Krankenhaus in Kurkuk behandelt wurden. (Xinhua/Ako Zangana via Getty Images)

  • Die Terrororganisation IS soll im Nordirak Geschosse mit "giftigen Substanzen" eingesetzt haben

  • Die Angriffe ereigneten sich 20 Kilometer südlich von Kirkuk

Laut Informationen von kurdischen Offiziellen soll die Terrororganisation IS im Norden des Iraks bei einem Bombenangriff giftige Substanzen eingesetzt haben.

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Angriffe ereigneten sich in dem Dorf Taza, etwa 20 Kilometer südlich der kurdisch kontrollierten Stadt Kirkuk.

24 Raketengeschütze sollen auf das Dorf gefeuert worden sein. „In diesen Geschossen befand sich eine giftige Substanz. Wir wissen nicht welche“, sagte der Gouverneur der Provinz Kirkuk Najmuddin Kareem.

Mehr als 40 Personen klagten über Atemnot und Hautirritationen, fünf befinden sich noch im Krankenhaus. Auch wenn es keine Todesfälle gab, zeigt der Angriff: Der IS schreckt vor dem Einsatz chemischer Waffen nicht zurück.

Kareem erklärte: „Sie wollen uns zeigen, dass sie chemische Waffen haben, genau wie das frühere Regime“. Damit bezieht der Gouverneur sich auf die Streitkräfte Saddam Husseins, die im Jahre 1988 unter Einsatz von Chemiewaffen tausende Menschen in der kurdischen Kleinstadt Halabja ermordet hatten.

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