POLITIK
08/03/2016 18:21 CET | Aktualisiert 09/03/2016 12:27 CET

Griechenland steht vor der Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni

DIMITAR DILKOFF via Getty Images
Griechenland steht vor der Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni

  • In Idomeni bahnt sich eine Räumung des Flüchtlingscamps an

  • Wo die griechische Regierung die tausenden Asylsuchenden unterbringen will, ist noch unklar

Die griechische Regierung steht laut Informationen von „Focus Online“ vor der Räumung des Flüchtlingslagers in Idomeni. Der Koordinationsrat für Flüchtlinge in Griechenland prüfe demnach zurzeit, wie die Evakuierung des Flüchtlingscamps ablaufen müsste.

Grund für die Entscheidung der griechischen Regierung sind die katastrophalen Zustände in dem Lager an der mazedonischen Grenze. Ärzte und Hilfsorganisationen hatten bereits seit längerem Alarm geschlagen, an der griechisch-mazedonischen Grenze herrschen desaströse humanitäre Zustände.

Wohin die Flüchtlinge verlegt werden könnten, ist bisher nicht geklärt. Im Gespräch sind Hotspots in der Nähe Idomenis.

"Es ist doch im eigenen Interesse der Migranten, in geeignete Einrichtungen umzuziehen. Wir werden bei der Räumung behutsam vorgehen, aber wir werden allen auch sehr deutlich sagen, dass es für sie bis auf weiteres keine Möglichkeit gibt, die Grenze zu überqueren. Hier zu bleiben, macht doch keinen Sinn“, sagte ein griechischer Regierungssprecher gegenüber „Spiegel Online“.

Seitdem die Balkanstaaten und Österreich beschlossen hatten, die so genannte "Balkanroute" zu blockieren, stauen sich tausende weiterreisewillige Flüchtlinge in Griechenland.

Heute teilten zudem die Regierungen von Slowenien, Serbien und Kroatien mit, ebenfalls ihre Grenzen schließen zu wollen.

Die Flüchtlingskrise bewegt die Deutschen wie kein anderes Thema. Viele blicken fassungslos auf das, was sich an Europas Grenzen abspielt. Auf das Leiden und die Nöte der Hilfesuchenden.

Dabei gibt es zahlreiche Menschen und Organisationen, die vor Ort helfen, die Probleme zu lösen. Zusammen mit dem Spendenportal Betterplace.org stellt die Huffington Post spannende Projekte vor, die ihr direkt unterstützen könnt:

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