POLITIK
08/03/2016 11:07 CET

Geheimtreffen: Amerikas mächtigste Männer planen, Donald Trump zu stoppen

Die Konservative will Donald Trump loswerden
dpa
Die Konservative will Donald Trump loswerden

  • Am vergangen Wochenende trafen sich Amerikas mächtigste Männer

  • Hauptdiskussionspunkt war der republikanische Spitzenkandidat Donald Trump

  • Die Experten analysierten Trumps Schwächen

So langsam wird's ernst. Trotz wirrer Thesen und Hetze gegen Minderheiten gewinnt der Multi-Millionär Donald Trump in den amerikanischen Vorwahlen einen Bundesstaat nach dem anderen.

Könnte ein irrer Geschäftsmann tatsächlich Spitzenkandidat der republikanischen Partei im Rennen um die Präsidentschaft der USA werden? Die Konservative im Land wird zusehends nervös - und scheint nun die Notbremse ziehen zu wollen.

Laut Informationen der Huffington Post Australia soll bei einem der wichtigsten Geheimtreffen des Jahres das Thema Trump Hauptdiskussionspunkt der einflussreichen Runde gewesen sein.

Beim sogenannten "AEI World Forum" des konservativen Think-Tanks "American Enterprise Institute" treffen sich jedes Jahr die mächtigsten Männer Amerikas. Ort, Zeitpunkt und Inhalte dieses mysteriösen Treffens sind "off the record", gelten also als streng vertraulich.

"Der Geist des Donald Trump ging um"

Die Huffington Post Australia will durch Insider-Informationen erfahren haben, dass das diesjährige Meeting wohl letztes Wochenende auf einer privaten Insel vor der Küste Georgias stattgefunden hat.

Demnach sollen neben wichtigen politischen Figuren der republikanischen Partei, auch die Supermächtigen der Tech-Industrie, wie Apple CEO Tim Cook, Google-Gründer Larry Page und Facebook-Investor Sean Parker am diesjährigen Geheimtreffen teilgenommen haben.

"Auf dem diesjährigen 'World Forum' ging ein Geist um: Der Geist von Donald Trump", zitiert die Huffington Post Australia einen Bericht des einflussreichen konservative Politikanalytikers Bill Kristol, der auch vor Ort gewesen sein soll.

"Trump kann gestoppt werden"

"Wir haben viel darüber diskutiert (...) warum er so gut ankommt. Viele von uns sind guter Hoffnung, dass er trotzdem geschlagen werden kann", so Kristol weiter. Man sei sehr unglücklich mit seinem bisherigen Erfolg.

Ein Highlight des Geheimtreffens soll eine Präsentation des ehemaligen stellvertretenden Generalstabschefs des weißen Hauses, Karl Rove gewesen sein. In dieser ging es wohl um die Schwächen - und somit Angriffsflächen Trumps.

Laut der Analyse Roves, ist Trumps größte Schwäche womöglich eine entscheidende: Die wenigsten Menschen sähen Trump als tatsächlich präsidentenwürdig, also als einen Mann, zu dem ihre Kinder aufblicken können, so die Analyse.

"Trump gilt als unberrechenbar"

Weiterhin schätzt ihn wohl eine Mehrzahl der Wähler als unberechenbar ein und deshalb als jemanden, dem man keine Kontrolle über nukleare Waffen anvertrauen kann.

Andere vertrauliche Quellen der HuffPost Australia kritisieren, dass auf dem Meeting generell mehr analysiert wurde, warum Trump so erfolgreich wurde und zu wenige Lösungen angeboten wurden, um ihn zu stoppen.

Die US-Vorwahlen in 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington DC und fünf Außengebieten sollen einen Präsidentschaftskandidaten der beiden großen Parteien herausfiltern.

Die etablierten Politiker sind verunsichert

Trump gewann bislang 384 Delegierte und liegt damit in der republikanischen Vorwahl vor Ted Cruz (300) und Marco Rubio (151). Obwohl er aktuell die Vorwahlen in den beiden Bundesstaaten Kansas und Maine an Konkurrent Ted Cruz verlor, gilt er so weiterhin als Favorit der Republikaner - ein Schlag ins Gesicht für die Establishment-Kandidaten der Partei.

Ob die Mächtigen des "World Forums" mit ihrer optimistischen Einschätzung trotzdem Recht behalten, wird sich spätestens bei den Parteitagen im Juli zeigen.

Mit Material der dpa

Ihr habt auch ein spannendes Thema?

Die Huffington Post ist eine Debattenplattform für alle Perspektiven. Wenn ihr die Diskussion zu politischen oder gesellschaftlichen Themen vorantreiben wollt, schickt eure Idee an unser Blogteam unter blog@huffingtonpost.de.

Aggressiver Kandidat: Donald Trump verspricht: Als Präsident schicke ich alle Flüchtlinge wieder nach Hause