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08/03/2016 10:39 CET | Aktualisiert 08/03/2016 10:42 CET

Münchner Startup Cliqz macht das Surfen mit neuartigem Browser schneller und sicherer

Cliqz soll die Suche im Netz einfacher machen.
Geber86 via Getty Images
Cliqz soll die Suche im Netz einfacher machen.

Google ist in Deutschland so etwas wie Tempo oder Uhu geworden. Eine Marke, die für etwas steht. Von der die Deutschen wissen, was sie bedeutet. Das liegt vor allem an der Suchmaschine, die rund 90 Prozent der Deutschen nutzen.

Dabei ist die Suche über Google ziemlich umständlich. Der Nutzer muss über den Browser zu Google gehen und dort seinen Suchbegriff eingeben. Doch das ändert sich jetzt mit Cliqz - einem Browser mit integrierter Suchmaschine.

Ohne Umweg zum Ziel

Statt den Browser als Weiterleitungsinstrument zu einer Suchmaschine zu nutzen, integriert Cliqz erstmals die Suchmaschine in den Browser und ermöglicht damit eine völlig neue Internet-Navigation.

Mit einer „Schnell-Suche direkt im Browser“ als Gegenentwurf zum althergebrachten Konzept der Suche über separate Suchmaschinen-Webseiten gelangen die Nutzer schneller und ohne Umweg zum Ziel.

Und noch etwas dürfte für deutsche Nutzer interessant sein: Cliqz verhindert, dass die Aktivitäten der Nutzer von Werbetreibenden und Spionen getrackt werden können. Die persönlichen Daten bleiben also geheim, die Privatsphäre gewahrt.

Bisher speichern die großen Browseranbieter und Unternehmen wie Amazon und vor allem Google die Daten der Nutzer auf Servern - was mit den Daten später passiert, ist nicht bekannt.

Und so funktioniert die Suche künftig:

Die Nutzer geben Suchbegriffe oder Namensbestandteile einer Webseite in die Browserzeile ein. Millisekunden später erscheint direkt darunter eine Auswahl von Webseite-Vorschlägen.

Nutzer müssen einfach einen Vorschlag anklicken, und schon gelangen sie zur gewünschten Webseite. Das neue Bedienkonzept eignet sich besonders für die Suchen mit Navigationsabsicht: In über 80 Prozent der Fälle möchten die Nutzer einfach nur so schnell wie möglich zu einem bestimmten Ziel kommen, wie etwa Facebook, HuffPost - oder, ja, auch Google selbst.

92 Experten entwickelten die Software

Die Software, mit der Cliqz arbeitet, wurde von die 92 Experten aus 28 Ländern entwickelt wurde. Die erste Version ging schon im Juni 2014 als Browsererweiterung von Firefox an den Start.

Inzwischen gibt über eine Millionen monatlich aktive Nutzer. Seit Ende 2015 gibt es Cliqz als eigenständige Browser, inzwischen auch als auch Apps für Android und iOS. Die Version 1.0 von Cliqz für Windows und Mac mit integriertem Anti-Tracking wurde

Die Cliqz GmbH wurde unter dem Namen 10betterpages GmbH im April 2008 gegründet. Seit Mai 2013 ist die Cliqz GmbH eine Mehrheitsbeteiligung von Hubert Burda Media. Burda ist ebenfalls an der deutschen Ausgabe der Huffington Post beteiligt.