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08/03/2016 00:07 CET | Aktualisiert 08/03/2016 02:45 CET

Im Dunkeln nähert sich ein Obdachloser. Er wird ihr die Augen öffnen

Eine Situation, die jeden in Panik versetzten würde. Eine junge Frau verpasst den letzten Zug nach Hause. Alleine und ohne Schutz muss sie die Nacht im Bahnhof verbringen.

Die 21-jährige Nicole Sedgebeer war in London feiern. Sie schaffte es nicht mehr rechtzeitig zur Euston Station. Von dort sollte ein Zug sie in die 30 Minuten entfernte Heimatstadt Milton Keynes bringen.

Dann näherte sich ihr ein Obdachloser. Zunächst hatte die Frau Angst und versuchte, dem Mann auszuweichen. Doch was er dann getan hat, machte auch die Frau sprachlos. In einem Facebook-Post schreibt Nicole, dass die Begegnung mit dem Mann ihr die Augen geöffnet habe.

Der Fremde stellt sich als Mark vor. Er fragt, ob alles in Ordnung sei. Den Tränen nahe erklärt Nicole dem Mann ihr Problem.

Mark zögerte nicht lange, er brachte Nicole in ein Café. Alleine dorthin zu gehen, wäre viel zu gefährlich, sagte er ihr. Nachdem er sicher war, dass Nicole ein warmes Getränk hatte und über Nacht im Café bleiben konnte, verließ er das Café, um seinen Schlafsack zu holen.

I hope this story makes people look twice when they see a homeless person. Last night I missed my last train home and...

Posted by Nicole Sedgebeer on Freitag, 4. März 2016

Zuvor versprach er Nicole, um fünf Uhr wieder an Ort und Stelle zu sein, um sie zu ihrem Zug zu begleiten.

Nicole rechnete nicht wirklich damit, dass Mark auftauchen würde. Doch dann die Überraschung: Er lief ihr sogar schon entgegen, als sie das Café verließ. Und nicht nur das: Er hatte für ein Busticket 1,50 Pfund gezahlt, um rechtzeitig bei ihr sein zu können.

Dazu passend: Sie verteilte Jacken an Obdachlose, doch die wollten etwas anderes

Als Nicole ihn fragte, wieso er das gemacht habe, gab er eine bewegende Antwort: "Es ist die Pflicht eines jeden Vaters, eines anders Mannes Tochter sicher nach Hause zu bringen."

Vorher hätte sie Obdachlose keines Blickes gewürdigt. Jetzt will sie mit ihrer Story wachrütteln: "Ich hoffe, dass Menschen nun genauer hinsehen, wenn sie Obdachlosen begegnen."

Unter einem Selfie mit Mark schreibt sie auf Facebook: "Ich werde nie wieder auf obdachlose Menschen herabblicken", so Sedgebeer.

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