POLITIK
07/03/2016 11:29 CET | Aktualisiert 07/03/2016 13:08 CET

Sechs Männer sollen Kinder in Schwimmbad unsittlich berührt haben

dpa
Badegäste in einem Schwimmbad im Berliner Stadtteil Neukölln (Symbolbild)

  • Männer sollen mehrere Kinder in einem Kölner Schwimmbad unsittlich berührt zu haben

  • Laut Polizei handelt es sich um Männer aus Afghanistan, Syrien und dem Irak

  • Ein Mädchen berichtete dem Bademeister, "oberhalb der Badekleidung" berührt worden zu sein.

Sechs Männer sollen in einem Kölner Schwimmbad mehrere Kinder unsittlich berührt haben. Sie seien am Sonntagnachmittag vorläufig festgenommen worden, teilte die Polizei am Montag mit.

Ein zwölf Jahre altes Mädchen habe den Bademeister verständigt und berichtet, am Ende der Rutsche von einem 45 Jahre alten Mann oberhalb der Badekleidung berührt worden zu sein. Mehrere Männer hätten dort einen "Stau" verursacht.

Sechs Verdächtige im Alter von 17 bis 45 Jahren

"Während sich der Bademeister um das erschrockene Kind kümmerte, ergaben sich Hinweise, dass möglicherweise weitere Kinder durch die vorläufig Festgenommenen belästigt worden waren", teilte die Polizei mit.

Die Aufsicht des Bades im Stadtteil Zündorf habe die sechs Verdächtigen im Alter von 17 bis 45 Jahren zunächst festgehalten und Hausverbote ausgesprochen. Danach seien die Männer, die aus Afghanistan, Syrien und dem Irak stammten, vorläufig festgenommen worden, berichtete die Polizei. Die Beamten baten am Montag Zeugen, sich mit Hinweisen zu melden.

Nach Informationen des "Spiegel" spricht derzeit wenig dafür, dass mehrere Kinder unsittlich berührt wurden. "Der Verdacht, dass die Männer möglicherweise weitere Kinder belästigt wurden, hat sich bei den bisherigen Ermittlungen nicht erhärtet", sagte die Polizeisprecherin. Zudem handele es sich bei einem der sechs Männer nicht um einen Asylbewerber. Die fünf Flüchtlinge seien im Kölner Umland gemeldet.

Insgesamt keine Zunahme von Übergriffen

In jüngerer Vergangenheit häuften sich die Meldungen über sexuelle Übergriffe in Schwimmbädern. Häufig standen Flüchtlinge unter Verdacht die Straftaten begangen zu haben. Betreiber von Badeanstalten sowie Mitarbeiter von Beratungsstellen für Opfer sexueller Gewalt sagten der "Huffington Post" jedoch, sie verzeichneten keinen Anstieg etwaiger Fälle seit Beginn der Flüchtlingskrise.

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