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04/03/2016 08:19 CET | Aktualisiert 07/12/2016 09:51 CET

11 Frauen lassen die Hüllen fallen und definieren ‘sexy' für sich neu

Warnung: Dieser Beitrag enthält Bilder erotischer Natur und könnte für den Arbeitsplatz nicht geeignet sein.

Weiblich und über 50 zu sein, geht mit einem Gefühl der Unsichtbarkeit einher: Beim Betreten einer Bar oder eines Restaurants empfangen einen keinerlei bewundernde Blicke mehr; auf der Straße wird man nicht mehr wahrgenommen.

Es scheint gar so, als ob man gar nicht mehr existieren würde. Frag eine Frau mittleren Alters. Sie wird dir sagen, dass diese täglichen Kränkungen an ihrem Selbstbewusstsein genagt haben und dass sie davon überzeugt ist, die besten Jahre bereits hinter sich gelassen zu haben.

Wir leben in einer Kultur, welche Schönheit und Energie mit Jugend gleichsetzt. Es ist an der Zeit, diese Denkweise auf den Kopf zu stellen: Frauen können intelligent und keck, schön und selbstbewusst sein; die Welt aufwühlen und auf den Kopf stellen - ob mit 50, 75 oder 100.

11 Frauen definieren "sexy" für sich neu

In diesem Sinne hat Huff/Post50 elf überaus sexy Frauen im Alter von 48 bis 67 fotografiert. Einige von Ihnen haben Krebs überlebt, ein paar sind Single, andere sind verheiratet. Was sie alle gemeinsam haben? Keine von ihnen ist ein welkendes Mauerblümchen. Sie fühlen sich besser als je zuvor in ihrem Leben.

Wir haben jede Frau gebeten, etwas anzuziehen, in dem sie sich sexy fühlt, und mit uns darüber zu reden, was "sich sexy fühlen" nun für sie bedeutet - im Vergleich dazu, als sie 21 waren. Die Fotos sind wunderschön geworden - und komplett unbearbeitet.

• Sheryl Roberts, 48 - “Ich weiss, ich bin perfekt unperfekt - mit Makeln und allem.”

popopopopopopo

“Als ich 20 Jahre alt war und als Model gearbeitet habe, war ich unsicher und eine Mitläuferin. Ich hatte keine eigene Identität. Ich habe getragen, was immer gerade in Mode war, mich wie die anderen Mädchen meines Alters verhalten und versucht, gemocht zu werden. Ich war mir meiner Kraft oder Sexualität gar nicht bewusst. Der größte Unterschied zwischen dem 20-jährigen Mädchen damals und der 48-jährigen Frau, die ich jetzt bin, ist, dass es mir mittlerweile komplett egal ist, was andere über mich denken. Die Wahrnehmungen anderer Menschen haben nichts mit meiner Realität gemein. Ich möchte mich weder anpassen noch hineinpassen. Deswegen liebe ich es, Vintagekleidung auf meiner Seite "IndigoStyle Vintage" zu verkaufen. Vintage ist für mich das Größte, wenn es um persönlichen Stil und Ausdruck geht. Selbstbewusstsein, Lächeln und Selbstakzeptanz machen Sexiness aus. Ich habe keine Angst mehr, auszuprobieren. Ich weiß, ich bin perfekt unperfekt - mit Makeln und allem."

• Anne Rosenberg, 59 - "Jetzt bedeutet ‘sexy' für mich Anziehungskraft und Kreativität."

yoyoyoyoyoyoyoyoyoyo

“Als ein Kind der 1960er hätte ich vielleicht mehr… einem, naja, Hippie entsprechen sollen…. aber irgendwie ist das an mir vorbeigegangen. Ich habe mich aufs Akademische konzentriert und den Rest meiner Zeit mit Reiten und Stallarbeit verbracht. Mein Standard-Outfit bestand aus einem Flanellhemd, Latzhose und Stiefeln. Sexualität gehörte den Anderen. Ich war eine Art ‘Neutrum’. Was auch immer für Gefühle tief in meinem Inneren am Brodeln waren, mussten da bleiben. Mittlerweile amüsiert es mich, dass ich mit 20, als die Welt meiner Sexualität und Sinnlichkeit gegenüber offen und gelassen gewesen wäre, so verschlossen war. Und jetzt, in einer Welt, die mit Frauen, die zugleich älter und sexy sind, nicht umgehen kann, blühe ich auf. Jetzt bedeutet ‘sexy' für mich Anziehungskraft und Kreativität. Es ist fantastisch."

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• Mary Ann Holand, 58 - “Niemand entscheidet über meine Attraktivität - außer ich selbst."

mamamamama

“Ich glaube nicht, dass Frauen ihre Schönheit und sexuelle Anziehungskraft wirklich zu schätzen wissen, bis sie ein gewisses Alter erreicht haben. Seit meinem 50. Geburtstag fühle ich mich um einiges sexier als in meinen Zwanzigern. Mit 20 habe ich mich mit anderen und den Vorbildern aus Mode- und Kosmetikmagazinen verglichen. Das ist ein enormer Druck! Mit zunehmender Reife entstehen Selbstbewusstsein und das Wissen, dass unser Gehirn unser attraktivstes Organ ist. Nicht unser Körper! Niemand entscheidet über meine Attraktivität- außer ich selbst. Der Weg hierher hat mein Empfinden sehr geprägt: Ich bin eine Ehefrau, Mutter, Großmutter und Brustkrebs-Überlebende (inklusive Brustamputation). Diese Selbstwahrnehmung, sich als über 50-Jährige sexy zu fühlen, ist ein Geschenk, welches ich mit jedem weiteren Jahrzehnt zelebrieren werde! Wuhuuuu - Ich bin frei, ich selbst zu sein!!!"

• Shannon Bradley-Colleary, 50 - “Ich sage viel mehr ‘Ja’."

shashasha

“Seitdem ich 50 bin, ist mir aufgefallen: Ich sage viel mehr ‘Ja’. Damit fühle ich mich schön, strahlend, sexy und lebendig. ‘Willst du in Lesbos, Griechenland, bei einem Camp für syrische Flüchtlinge mithelfen?’ Ja. ‘Willst du bei einem Pole-Dance Anfängerkurs mitmachen?’ Ja. ‘Hast du Lust auf ein Blind Date? Mit deinem Ehemann und ihr gebt vor, Unbekannte zu sein?’ Ich bin dabei! In meinen Zwanzigern habe ich mir ständig Sorgen gemacht, nicht intelligent genug zu sein, nicht die richtigen Rundungen zu haben, nicht sexy genug zu sein, um zu all den Dingen ‘Ja’ zu sagen, die ich probieren wollte. (Ich dachte auch, dass ich bessere Orgasmen haben sollte. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich im Fach Orgasmen nur eine 3- bekommen hätte.) Mit 50 habe ich weder die Zeit noch die Energie für so einen Quatsch. Ich nehme alles wie es kommt. ‘Kannst du in den Spiegel schauen und, nur für heute, lieben, was du da siehst?’ Ja. Und danke."

• Barbara Rabin, 67 - “Ich bin jetzt um einiges stärker. Und Stärke ist sexy."

barbrabrabra

“Selbstbewusstsein ist sexy. Es bedeutet, sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen. In den eigenen Spiegel zu schauen und zu mögen, was man da sieht. Mir wurde einmal gesagt, dass ältere Frauen keine langen Haare haben sollten. Und die meisten Frauen in meinem Alter haben keine. Aber ich mag langes, wehendes Haar und für mich ist das sexy. Man muss dieses Gefühl haben, das einem sagt ‘Ich mag, was ich sehe und mir geht es super.’ Als ich in meinen Zwanzigern war, ging es nur um meine Karriere. Seither habe ich meinen Ehemann verloren und Krebs überlebt... Ich bin jetzt um einiges stärker. Und Stärke ist sexy."

• Pamela Madsen, 52 - “Meine Sexualität ist zu einer guten Freundin geworden."

pamela

Als ich zwanzig war, wollte ich sexuell unsichtbar sein, weil ich meiner eigenen Beziehung zu meinem Körper nicht vertrauen konnte. Ich hatte Angst, wahrgenommen zu werden. Jetzt, mit über 50, fordere ich die Blicke heraus! Ich habe keine Angst mehr als sexy wahrgenommen zu werden. Zuerst assoziierte ich sexy mit Angst, dann mit Selbstvertrauen, -ermächtigung und Vergnügen! Mittlerweile, mit 50, vertraue ich meinem inneren ‘Ja’ und ‘Nein’. Es mag ein paar Jahrzehnte gebraucht haben, aber meine Sexualität ist zu einer guten Freundin geworden und ich liebe es, mit dieser zu spielen."

• Sandra LaMorgese, 59 - “Romantische und sexuelle Partner kommen und gehen. Was allerdings gleich bleibt, bin ich."

lalala

“In meinen Zwanzigern hatte Sexualität nur damit etwas zu tun, wie andere einen wahrnehmen. Ich hatte eine klare Idee davon, was eine sinnliche Frau tun, wie sie aussehen und was sie empfinden würde und sollte. Ich habe so viel Energie darauf verwendet, genau so zu wirken. Aber jetzt, mit Ende 50, habe ich eine ganz andere Perspektive: Ich habe vor allem nicht mehr das Gefühl, mich in einer gewissen Weise verhalten zu müssen, um als sympathisch und sexy und begehrenswert und frei wahrgenommen zu werden. Ich bin all dies bereits. Romantische und sexuelle Partner kommen und gehen. So funktioniert das Leben. Was allerdings gleich bleibt, bin ich. Das heißt, dass meine Sexualität, meine Identität, mein Selbstwert- und Zugehörigkeitsgefühl aus mir selber kommen müssen. Als ich mir dessen bewusst geworden bin, konnte ich mich von so vielen Ängsten meiner Sexualität gegenüber befreien, weil ich mir keine Sorgen mehr über ungewisse Variablen machen musste, die andere Menschen in die Gleichung hineinbrachten. Im Gegenzug kann ich mich jetzt auf das fokussieren, was mich zu einem glücklichen, sich ganz fühlenden und liebenden Menschen macht. Und wann immer ich anderen Menschen begegne, die von diesen positiven Eigenschaften angezogen werden, können unglaubliche und lebensbejahende Erfahrungen entstehen."

• April Johnson, 58 — “Mit Mitte 50 ist sexy sein ein Gefühl."

april

“Schönheit bedeutet für mich, attraktiv zu sein - und was macht Leute attraktiv? Empathisch, liebend, gut und rücksichtsvoll zu sein. Diese Eigenschaften stellen eine Attraktivität her, welche die innere Schönheit nach außen trägt. In meinen Zwanzigern bedeutete sexy sein, einen gewissen, das andere Geschlecht ansprechenden, (Kleidungs-)Stil zu verkörpern. Es ging darum, was ich dachte, was Männer als sexy wahrnehmen würden. Jetzt, mit Mitte 50 ist sexy sein ein Gefühl… nicht die Kleidung, die ich trage. Kleidung trägt nicht mich. Ich trage die Kleidung. Ich fühle mich toll! Dass ich so empfinde, gefällt mir und macht mich glücklich. Glücklichsein ist ansteckend! Was für eine tolle Art und Weise, Freude in der Welt zu verbreiten!"

• Robin Hoffman, 50 - “Körper sind schön, aber was von Innen heraus strahlt, ist um einiges schöner."

robintweet

“Sexy mit 21 im Vergleich zu sexy mit 50? Das entspricht einer langen Reise. Ich habe mich langsam von ‘wie sieht mein Arsch in gebleichten Jeans' zu ‘in schwarzen Yoga-Hosen aus’ entwickelt. Dennoch entdecke ich immer wieder, dass es mehr mit mir zu tun hat und wo ich gerade bin, als damit, ob der Rugby-Spieler mit dem verwuschelten Haar von meinem Literatur-Kurs mich Freitag nachts bemerkt. Ich wünsche mir zwar, öfters in mir zu ruhen, aber ich habe meinen Kern entdeckt. Dieser strahlt entweder Kraft und Liebe aus oder er ist eine schwarze Lupe, die jede Rundung des Bauches und jegliche Kritik vergrößert. Für mich bedeutet mit 50 sexy zu sein, diese Schatten durch ein strahlendes Licht zu ersetzen. Es bedeutet, die Schönheit des Geistes im Gegensatz zu der der Brüste und Hintern zu feiern. Körper sind schön, aber was von Innen heraus strahlt, ist um einiges schöner."

• Felicia Gomes-Gregory, 50 - “Mit 50 kümmere ich mich um meine innere Schönheit. Das ist sexy!"

felfelfel

“Als ich 25 war, war es ein Lernprozess, sexy zu sein. Meine Idee davon war von äußeren Einflüssen (Zeitschriften/Bücher/Fernsehen), Männern und hauptsächlich von dem ‘Frauenrudel’, das mich aufgezogen hat, geprägt. Vor allem von meiner Mutter. Mir wurde stets gesagt, dass ich eine Dame und sexy sein kann. Und das angezogen. Heute, mit 50, kümmere ich mich um meine innere Schönheit- zusätzlich zu meiner äußeren. Das ist sexy! Sexy zu sein und sich so zu fühlen, ist dann leicht, wenn eine Frau selbstbewusst ist und sich ihrer mentalen und körperlichen Stärke sowie des eigenes Selbstwertgefühls bewusst ist und die Menschen um sich herum liebt. Mit 50 beginne ich einen neuen Weg in meinem Leben, der von den vier für mich wichtigsten Dingen geprägt ist: zu leben, zu lieben, zu tanzen und Hoffnung zu haben!"

• Constance Boardman, 57 - “Sich sexy zu fühlen, hat mittlerweile viel weniger mit dem eigenen Körper zu tun."

conconcon

“Sich sexy zu fühlen, hat mittlerweile viel weniger mit dem eigenen Körper zu tun. All diese dämlichen Dinge, über die man sich in der Jugend Sorgen gemacht hat - alles in Bezug auf das Äußere - sind wirklich dämlich. Mit Anfang 50 habe ich es schwer gefunden, mich sexy zu fühlen. Die Veränderungen des Körpers werden dir auf einmal bewusst. Aber jetzt ist mir klar, dass Sex Spaß macht und man sich um die Kleinigkeiten des Äußeren keine Sorgen machen sollte. Ich musste mich damit zurecht finden, das mein Körper nicht mehr der gleiche sein wird. Aber damit habe ich eigentlich bereits komplett abgeschlossen.”

Dieser Artikel ist ursprünglich bei der Huffington Post USA erschienen und wurde von Virginia Hartmann aus dem Englischen übersetzt.

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