POLITIK
03/03/2016 07:06 CET | Aktualisiert 03/03/2016 09:41 CET

Tauber: Flüchtlingspolitik Österreichs geht auf Kosten der Griechen

Peter Tauber zur Flüchtlingskrise: "Wir dürfen Griechenland nicht alleine lassen"
JOHN MACDOUGALL via Getty Images
Peter Tauber zur Flüchtlingskrise: "Wir dürfen Griechenland nicht alleine lassen"

  • CDU-Generalsekretär Peter Tauber kritisiert die Flüchtlingspolitik Österreichs
  • Er glaubt nicht an eine schnelle Lösung der Krise durch Grenzschließungen

CDU-Generalsekretär Peter Tauber hat am Donnerstagmorgen im Deutschlandfunk den Alleingang Österreichs und der Balkanstaaten in der Flüchtlingskrise kritisiert. Österreich hat kleine Tageskontingente für die Aufnahme eingeführt, setzt auf Abschreckung.

Zusammen mit verschiedenen anderen Staaten blockiert Österreich die Balkanroute - Tausende weiterreisewillige Flüchtlinge stauen sich daher derzeit in der griechisch-mazedonischen Grenzstadt Idomeni.

Der Christdemokrat sagte, er glaube nicht an eine schnellere Lösung der Krise, wie sie Österreich und die Balkanstaaten derzeit forcierten. Außerdem sei die aktuelle Situation eine Lösung auf Kosten Griechenlands.

Plädoyer für Solidarität mit Griechenland

Tauber sagte, man dürfe Griechenland nicht mit der Bewältigung der Flüchtlingsströme alleine lassen. Aber: Auf absehbare Zeit müssten die Flüchtlinge sich darauf einstellen, in Griechenland zu bleiben.

Priorität liege auf einer europäischen Sicherung der Außengrenzen.

Tauber nimmt Merkel in Schutz

Tauber reagierte auf die Äußerungen des österreichischen Außenminister Sebastian Kurz, der die deutsche Grenzöffnung im Herbst vergangenen Jahres nun als Fehler bezeichnet hatte.

Der CDU-Generalsekretär vereidigte die Regierung auch gegen Kritik von SPD-Chef Sigmar Gabriel. Dieser hatte gesagt, die aktuelle Flüchtlingspolitik der Bundesregierung sei „das Gegenteil der Politik der offenen Grenzen des letzten Jahres“. „Manchmal frage ich mich, was der Vizekanzler für eine Wahrnehmung hat."

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