WIRTSCHAFT
03/03/2016 06:46 CET | Aktualisiert 03/03/2016 19:00 CET

Erschreckende Aufnahmen von Peta: Wie viele beliebte Handtaschen hergestellt werden, ist widerlich

Frauen auf der ganzen Welt zahlen oft mehrere tausend Euro für Designer-Handtaschen. Für viele sind sie das Statussymbol. Wahrscheinlich würden die meisten darauf verzichten, wenn sie wüssten, welch grausame Wahrheit sich hinter einigen Taschen verbirgt.

Denn: Viele Luxus-Taschen von Prada und Louis Vuitton oder die Birkin Bag von Hermès sind aus Haut und Federn von Straußen gefertigt.

Die Tierschutzorganisation Peta USA ist nach Südafrika gereist, um das wahre Ausmaß des Problems zu zeigen. Es gelang ihnen erstmals, Video-Aufnahmen (siehe oben) aus den größten Schlachtbetrieben für Strauße zu machen.

Männer und Frauen in weißen Kitteln reißen den Tieren die Federn teils bei vollem Bewusstsein heraus. Die Peta-Aktivisten beobachteten Arbeiter dabei, wie sie völlig verängstigte Strauße in Betäubungsboxen zwangen. Viele Tiere rutschten dabei aus und fielen hin. Danach wurde ihnen die Kehle durchgeschnitten.

Die Tiere stolpern, brechen zusammen, werden geschlagen

Die anderen Strauße, die als nächstes an der Reihe sein sollten, mussten dabei zusehen, wie Mitglieder ihrer Herde direkt vor ihren Augen getötet wurden.

Arbeiter konnten dabei gefilmt werden, wie sie Straußen beim Transport schlugen. Als vor einem Schlachthof mehrere Strauße über einen Artgenossen stolperten, der zusammengebrochen war, scherzte ein Werksleiter: “Ich rufe gleich den Tierschutzbeauftragten an.”

Die Schlachthöfe liefern Straußenhäute an Hermès, Prada, Louis Vuitton und andere bekannte europäische Modehäuser. Die Federn werden zu Kostümen für das Moulin Rouge verarbeitet oder beim Karneval in Brasilien eingesetzt. Auch für Staubwedel, Federboas und Accessoires werden sie verwendet. Das Straußenfleisch wird in ganz Südafrika verkauft und exportiert, hauptsächlich nach Europa.

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