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03/03/2016 08:54 CET | Aktualisiert 03/03/2016 10:09 CET

Medizinische Revolution: Ein Impfstoff soll Patienten helfen, Krebs zu besiegen

Ein Impfstoff soll Patienten helfen Krebs zu besiegen
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Ein Impfstoff soll Patienten helfen Krebs zu besiegen

  • In London wird derzeit ein Impfstoff gegen Krebserkrankungen getestet
  • Der Impfstoff soll angewandt werden, wenn alle herkömmlichen Behandlungsmethoden versagt haben
  • Am ersten Testlauf des Stoffes sollen 30 Patienten teilnehmen

In Großbritannien könnte eine medizinische Revolution beginnen: Im Londoner "Guy’s Hospital“ wurde eine junge Frau als eine der ersten Patientinnen weltweit gegen Krebs geimpft.

Bei Kelly Potter wurde im Juli 2015 Gebärmutterhalskrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die junge Britin zählt heute zu den ersten Frauen, an denen der neue Impfstoff gegen die Erkrankung getestet wird. Dieser soll das Immunsystem stimulieren und so Tumore zerstören, die sich im Körper ausgebreitet haben.

Dreißig Patienten nehmen an der Teststudie teil. Neben der Injektion des neuen Impfstoffes, der die weitere Ausbreitung der Krebszellen verhindern soll, erhalten die Teilnehmer eine Chemotherapie.

Für die 35-jährige Potter könnte sich die neue, revolutionäre Methode als lebensrettend erweisen. "Der Krebs hatte sich schon in meiner Leber und meiner Lunge ausgebreitet. Als mir dann sagte, ich sei berechtigt, an diesem Test teilzunehmen, war ich sehr froh.“, sagte sie dem "Independent“.

So soll die Impfung funktionieren

Wie herkömmliche Impfstoffe funktioniert auch der neue Krebsschutzstoff durch die Injektion von Erregern, die das Immunsystem stimulieren sollen. So sollen Antikörper entstehen, die sich selber gegen den Krebs zur Wehr setzen.

Der Impfstoff soll kleine Fragmente eines Enzyms enthalten, das in den Krebszellen auftritt. Forscher hoffen, dass die Impfung eine Entwicklung der Antikörper auch über einen längeren Zeitraum nach der Einnahme ermöglicht, um das Rückfallrisiko der Patienten zu verringern.

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