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03/03/2016 02:46 CET | Aktualisiert 03/03/2016 05:27 CET

Vermächtnisstudie zeigt: Generationen in Deutschland ähneln sich extrem

Bloom Productions via Getty Images
Studie: Junge Leute und Senioren unterscheiden sich - nicht

  • Eine Studie zeigt, dass sich die Generationen in Deutschland in ihrer Lebenseinstellung kaum unterscheiden
  • Wichtig sind unter anderem Werte, die ein harmonisches Privatleben sichern

Die Generationen in Deutschland sind kaum noch zu unterscheiden. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Vermächtnis-Studie der Wochenzeitung "Zeit", des Wissenschaftszentrums Berlin (WZB) und dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Infas).

Das machen die Forscher unter anderem an folgenden Punkten fest:

  • Der Traum von der Arbeitszeit: Eine feste Arbeitszeit halten 58 Prozent der 18- bis 35-Jährigen für erstrebenswert. Also die Mehrheit der sogenannten Generation Y. Und auch 62 Prozent der über 66-Jährigen halten feste Arbeitszeiten für empfehlenswert - im Gegensatz zu flexiblen Zeiten. Deutsche Arbeitgeber möchten am liebsten den gesetzlich verankerten Acht-Stunden-Tag kippen, wie sie Mitte vergangenen Jahres sagten. Doch offenbar sehen die meisten Menschen darin eher einen Nachteil fürs Privatleben.
  • Etwas Neues anzufangen, sollte den Menschen wichtig sein. Das finden 70 Prozent der Alten - und 64 Prozent der Jungen.
  • Kuscheln statt Rebellion - so sehen das die Forscher: 87 Prozent der Jungen halten gemeinsame Mahlzeiten für wichtig, ebenso wie 90 Prozent der Rentnergeneration.

"Von dem oft beschworenen Generationenkonflikt fehlt also jede Spur", lautet die Folgerung aus der Studie. So viel Harmonie ist schön, im Alltag jedenfalls.

Die Frage ist allerdings: Braucht eine Gesellschaft die Reibung zwischen Jungen und Alten, um sich zu entwickeln?

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