POLITIK
03/03/2016 09:26 CET | Aktualisiert 03/03/2016 13:47 CET

"Rate zu mehr Ehrlichkeit": Dieses Gabriel-Zitat zur Flüchtlingskrise wird für Diskussionen sorgen

  • SPD-Chef Gabriel legt im Streit um Flüchtlingsfinanzierung nach
  • Merkel und Schäuble warf er Unehrlichkeit bei den Flüchtlingskosten vor
  • Ähnlich wie bei der Deutschen Einheit lägen die Kosten weit höher

SPD-Chef Sigmar Gabriel legt mit Kritik am CDU-Kurs in der Flüchtlingskrise nach. Kanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble warf er Unehrlichkeit vor - und riet, die Bevölkerung über die Flüchtlingskosten ehrlich zu informieren..

Der "Wirtschaftswoche" sagte er: „Es ist ein bisschen so wie bei der deutschen Einheit. Da wurden die Kosten auch erst verschwiegen und dann kam das dicke Ende mit Schuldenbergen und Steuererhöhungen. Ich rate uns allen dazu, ehrlich zu sein. Integration kostet Geld und der soziale Zusammenhalt in Deutschland auch.“

"Jede Zahl unter einer Millionen wäre ein Erfolg

Gabriel formulierte zudem zur Reduzierung der Flüchtlingszahlen eine betont vorsichtige Vorgabe: „Jede Zahl deutlich unter einer Million wäre in diesem Jahr ein Erfolg", sagte der SPD-Chef.

Der Vizekanzler löste vergangene Woche mit seiner Forderung nach einem Solidarpaket einen Streit um die Flüchtlingsfinanzierung in der Großen Koalition aus.

In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" sagte er: "Wir müssen aufpassen, dass sich der Satz "Für Flüchtlinge macht ihr alles, für uns macht ihr nichts" nicht in die Mitte der Gesellschaft frisst." Angesichts des milliardenschweren Haushaltsüberschusses müsse Deutschland nun mehr Geld für deutsche Bürger ausgeben - und nicht nur für Flüchtlinge.

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