POLITIK
02/03/2016 06:27 CET | Aktualisiert 02/03/2016 07:30 CET

Sven Petry: Ehemann von AfD-Chefin findet Merkels Flüchtlingspolitik "richtig"

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  • Der Ehemann von AfD-Chefin Petry lobt Merkels Flüchtlingspolitik

  • Vor kurzem ist der Theologe in die CDU eingetreten

Der Name Petry verheißt nichts Gutes dieser Tage. AfD-Chefin Frauke Petry verkauft sich als Anwältin der "besorgten Bürger" und spielt in der Flüchtlingskrise auf der Klaviatur der permanenten Zuspitzung.

Petry steht für vieles dieser Tage - für Menschlichkeit jedoch nicht. Sven Petry stört das. Der evangelischer Pfarrer aus Sachsen ist der Ehemann der AfD-Vorsitzenden.

Das Paar hat sich getrennt, privat wie politisch. Im Interview mit dem Deutschlandfunk hat der Theologe jetzt seine Haltung in der Flüchtlingskrise klargemacht.

"Ich halte den Kurs der Kanzlerin im Großen und Ganzen für vernünftig und richtig", sagte der Pfarrer.

Im vergangenen Sommer habe er zunehmend festgestellt, dass man ihn als Ehemann der AfD-Chefin identifiziert habe, erklärte der Theologe.

Die Ansichten der AfD teile ich nicht

Das wurde für ihn offenbar immer mehr zum Problem: "Wer mich nicht kannte, das konnte ich aus diversen – auch anonymen – Zuschriften herauslesen, ist ganz selbstverständlich davon ausgegangen, dass ich vermutlich auch noch alle politischen Ansichten meiner Frau oder auch der AfD teile. Das tue ich nicht, das habe ich damals nicht getan", sagte Petry.

Wenn man politisch verortet werde, komme irgendwann der Punkt, wo man sich selbst verorten müsse, erklärte er.

Zu den jüngsten fremdenfeindlichen Vorfällen in Bautzen und Clausnitz sagte Petry: "Es gibt gewisse Dinge, die gehören sich nicht. Das muss man in einer Gesellschaft beachten. Dazu gehört etwa, dass man Menschen nicht angreift."

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