POLITIK
02/03/2016 00:30 CET | Aktualisiert 02/03/2016 03:42 CET

Vergewaltigung im Erlebnisbad: So wurde die Rutsche zur Falle

Eine Aufsicht in einem Hallenbad (Symbolbild)
DPA
Eine Aufsicht in einem Hallenbad (Symbolbild)

Die mutmaßliche Vergewaltigung im Erlebnisbad "Arriba" bei Norderstedt in Schleswig-Holstein facht die Debatte um sexuelle Übergriffe durch Migranten weiter an. Inzwischen sind mehr Details zu der Tat bekannt geworden. Sie erklären, wie die Verdächtigen trotz Videoüberwachung und Aufsicht ihre Opfer belästigen konnten.

Die Enge der Wasserrutsche spielte dabei eine Rolle. Die Verdächtigen, zwei Afghanen im Alter von 14 und 34 Jahren, sollen zwei Mädchen bereits vor der Wasserrutsche bedrängt haben, berichtet die "Bild"-Zeitung. Die Schülerinnen flüchteten daraufhin in die Rutsche. Die Männer folgten ihnen.

Am Ende der Rutsche holten sie die Mädchen ein. Dabei soll es zu schweren sexuellen Vergehen gekommen sein. Nach Informationen des "Hamburger Abendblatts" sollen die Täter dabei mit den Fingern in ihre Opfer eingedrungen sein.

Die Rutsche wird für Mädchen zur Falle

Polizeisprecher Nico Möller sagte der "Bild"-Zeitung: "Aufgrund der massiven Handlungen handelt es sich hier um eine schwere Straftat. Wir ermitteln wegen Vergewaltigung an zwei Mädchen." Gegenüber der "Welt" sprach ein Sprecher von "beischlafähnlichen Handlungen".

Die Polizei nahm die beiden Beschuldigten noch im Schwimmbad fest. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sind die beiden mutmaßlichen Täter nicht miteinander verwandt.

Gegen die beiden Verdächtigen wurde inzwischen Haftbefehl erlassen. Dieser Schritt sei wegen der Schwere der Tat und wegen Fluchtgefahr nötig geworden, sagte Möller dem "Hamburger Abendblatt".

Der 14-Jährige wartet in der Justizvollzugsanstalt Schleswig auf seinen Prozess. Der 34-Jährige kam ins Gefängnis nach Neumünster.

Der Vorfall vom Sonntag ist nicht der erste dieser Art im "Arriba". Schon 2014 soll es eine Sex-Attacke auf fünf junge Mädchen gegeben haben. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Damals hätten mehrere Männer die Mädchen auf einer Rutsche in einer dunklen Kurve gestoppt und an den Brüsten und zwischen den Beinen begrapscht.

Männer lauerten Mädchen in der Rutsche auf

"Wir haben extra eine Gruppe Typen vorgelassen, die uns schon die ganze Zeit angestarrt hatten", sagte eine der Schülerinnen damals der "Bild". Doch die Männer bremsten ihre Reifen in der Rutsche und warteten in einer Kurve auf die Mädchen.

Dort haben die sieben Täter den Mädchen an die Brüste und zwischen die Beine gegriffen. Eine von ihnen verlor dabei das Bikini-Oberteil. Die Rutsche wird von Video-Kameras überwacht, die alles aufzeichneten. Das Personal rief die Polizei. Als die Beamten die Personalien der Verdächtigen aufnahmen, beschimpften und bedrohten die Täter die Mädchen.

Blockieren der Rutsche sollte erschwert werden

Nach diesem Vorfall wurde es zur Vorschrift, dass die Rutsche nur mit Gummireifen benutzt werden darf. So sollte das Blockieren der Rutsche erschwert werden.

Wegen eines ähnlichen Vorfalls sei 2010 ein Afghane zu neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden, berichtet das "Hamburger Abendblatt".

Trotz der installierten Kameras könne man "nicht alle Bereiche ständig überwachen", erklärte Schwimmbad-Leiter Stefan Mölck im "Abendblatt". Sobald Mitarbeiter oder Besucher des Bades einen Vorfall melden, schreite das Personal ein und rufe sofort die Polizei. Diese Vorgehensweise habe sich bewährt.

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