POLITIK
01/03/2016 10:51 CET

Peinlicher Auftritt: Lutz Bachmann blamiert sich mit Rede vor 3000 Menschen

ARNO BURGI via Getty Images
Lutz Bachmann ´

Pegida-Führer Lutz Bachmann ist bekannt für seine Hasspredigten gegen etablierte Medien. Und auch bei seiner aktuellsten Rede vor rund 3000 Demonstranten am Montagabend in Dresden bekam die Presse wieder mal ihr Fett weg.

Dort zerlegte Bachmann öffentlich einen in der "taz" erschienenen Artikel - und kündigte gar an, die Autoren wegen Volksverhetzung zu verklagen.

Bachmann zitiert Satire-Seite

Der Artikel, der bereits in der Einleitung zur "Abschaffung Deutschlands" aufrief, brachte wohl das patriotische Blut Bachmanns zum Kochen.

In seiner Rede zitierte Bachmann aufgebracht aus dem Bericht und las laut Informationen der "Mopo" Sätze wie Folgenden vor: "...warum 1945 in Dresden ein so vielversprechend begonnenes Projekt der Entnazifizierung nicht ausgeweitet wurde..."

Was Bachmann scheinbar nicht wusste: Der Bericht wurde auf einer Unterseite der "taz" veröffentlicht – eine ausgewiesene Satire-Seite namens "Die Wahrheit". Später teilte der Pegida-Führer den "Hetzartikel" gleich noch auf Facebook.

"Schlimmste Volksverhetzung"

WIDERRUF/BERICHTIGUNG! Der Artikel aus dem ich heute in meiner Rede zitierte stammte natürlich aus der TAZ und nicht...

Posted by Lutz Bachmann on Montag, 29. Februar 2016

Auch den Fans fiel der peinliche Fehler Bachmanns scheinbar erstmal nicht auf. "Das ist schlimmste Volksverhetzung, der fiese Schreiberling gehört vor Gericht", kommentiert ein Fan den Post.

Mittlerweile hat ein anderer Nutzer Bachmann aber auf seinen Fehler aufmerksam gemacht. Unter dem Beitrag ärgert sich der Pegida-Mann nun darüber, dass der Artikel nicht als Satire gekennzeichnet worden sei.

"Dort hat sich ein PRESSTITUIERTER den Hass vom Leib gepinselt und versucht es nun als Satire zu verkaufen!", schlussfolgert Bachmann in einem Kommentar.

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