POLITIK
29/02/2016 15:19 CET | Aktualisiert 29/02/2016 15:20 CET

Merkel sagt Termin in Baden-Württemberg ab - SPD vermutet Druck der Landes-CDU

dpa

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen Termin beim Waiblinger Sägenhersteller Stihl in Baden-Württemberg an diesem Freitag überraschend abgesagt.

Die Absage des Besuchs, bei dem sie auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) begegnet wäre, sei mit der Vorbereitung des EU-Gipfels zur Flüchtlingspolitik begründet worden, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur. In der CDU wird zwei Wochen vor der Landtagswahl am 13. März die Nähe Kretschmanns zur Kanzlerin in der Flüchtlingspolitik diskutiert.

Dem Grünen-Politiker ist aus der CDU vorgeworfen worden, die Kanzlerin geradezu zu stalken. Vermutungen der SPD, dass die Absage auf Druck der Landes-CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Guido Wolf zustande kam, weil Fotos von Merkel mit dem Regierungschef der Grünen unerwünscht seien, wies CDU-Wahlkampfmanager Thorsten Frei zurück.

"Das ist absoluter Blödsinn." In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Instituts Insa im Auftrag der «Bild»-Zeitung kam die Ökopartei auf 30,5 Prozent, die CDU auf 30 Prozent.