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28/02/2016 04:46 CET | Aktualisiert 28/02/2017 06:12 CET

"Das Versteck": Der leise Jo Nesbø

Jo Nesbø, der zweite Teil der

Jo Nesbø (55) ist bekannt für blutrünstige Thriller. In seinen "Harry Hole"-Büchern verfolgt ein abgebrühter, alkoholkranker Hauptkommissar Serienkiller und andere Schwerstverbrecher. Jetzt schlägt der Norweger aber leisere Töne an. Nach "Der Auftrag" - darin verliebt sich Auftragskiller Olav in sein nächstes Opfer, die Frau seines Chefs - kommt mit "Das Versteck" (Ullstein Hardcover, 256 Seiten, 12,99 Euro) jetzt der zweite Teil der "Blood on Snow"-Reihe zu uns. Die Bücher sind zwar locker miteinander verknüpft, aber jeweils in sich abgeschlossene Geschichten.

Die Story

Den Trailer zu Jo Nesbøs "Headhunters" sehen Sie auf Clipfish

Wieder taucht in "Das Versteck" Oslos Drogenboss, der Fischer, auf. Und wieder gibt es einen Anti-Helden, dessen Innerstes Nesbø ausbreitet: Jon - oder Ulf, wie er sich jetzt nennt - ist auf der Flucht vor dem Fischer. Für ihn hat er als Geldeintreiber gearbeitet, um für die Behandlung seines todkranken Kindes aufkommen zu können. Doch dann macht er einen Fehler - und da sich Drogenbosse ungern reinlegen lassen, flüchtet sich Jon in den extremen Nordosten Norwegens. Er kommt in einem kleinen abgeschiedenen Ort unter. "Es war die reinste Marslandschaft. Eine rote Wüste. Unbewohnbar und hässlich. Das perfekte Versteck. Hoffentlich."

Dort lernt er die Einwohner näher kennen, während er auf den Fischer und seine Killer wartet. Vor allem zu der streng religiösen Lea und ihrem zehnjährigen Sohn Knut entwickelt sich eine enge Bindung. Am Ende der Welt in dieser unwirtlichen Gegend - die Geschichte spielt in den 70er Jahren vor Internet und Handy - schwebt immer die Frage: Ist in Ulfs Situation ein Happy End möglich? Nesbø fesselt seine Leser auf alle Fälle auch auf die sanfte Art. Viele seiner Fans werden Harry Hole aber sicher ebenfalls weiter vermissen...