WIRTSCHAFT
27/02/2016 05:16 CET | Aktualisiert 27/02/2016 05:24 CET

Stiftung Warentest: Nur zwei elektrische Zahnbürsten sind empfehlenswert

Im Stiftung Warentest schneiden nur zwei elektrische Zahnbürsten mit "Gut" ab.
Mieke Dalle via Getty Images
Im Stiftung Warentest schneiden nur zwei elektrische Zahnbürsten mit "Gut" ab.

Stiftung Warentest sind seit Jahrzehnten du unabhängigen Tests von Waren und Dienstleistungen eine große Orientierungsstütze für Verbraucher. Und nun hat sich die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe (3/2016) elektrische Zahnbürsten vorgenommen.

Zum Test standen acht exemplarisch ausgewählte Zahnbürsten für Erwachsene. Darunter sechs Akkuzahnbürsten und zwei Batteriezahnbürsten.

Modelle von Braun bleiben ungeschlagen

Überprüft wurden neben der Qualität der Zahnreinigung und der Handhabung auch die Umwelteigenschaften. Heraus kam, was Experten schon vermuteten: Seit dem Test im Frühjahr 2013 sind Modelle von Hersteller Braun ungeschlagen, und so erlangte auch dieses Mal wieder die "Oral-B Vitality Precision Clean" als einzige Zahnbürste die Gesamtnote "Gut" (1,7).

Im Bereich "Zahnreinigung" scheint es nicht, wie häufig in der Werbung propagiert, nur auf die Geschwindigkeit der Umdrehungen anzukommen. Denn hier überzeugt die Bluetooth-fähige Zahnbürste als einzige mit der Wertung "Sehr gut" (1,5). Auch in den anderen geprüften Kategorien "Handhabung" und "Haltbarkeit" war keines der getesteten Wettbewerbsprodukte besser als das interaktive SmartSeries-Modell.

Design kann nur wenig punkten

Dabei setzte die Konkurrenz auf innovatives Design. Das größte Manko der doppelköpfigen "00brush" war jedoch, dass sie nur funktioniert, wenn der Betriebskopf permanent gedrückt wird. Angeblich soll so auch ein versehentliches Verknoten der Haare verhindert werden. Insgesamt erzielte sie nur ein "Befriedigend".

Das Designerstück "Issa" des schwedischen Herstellers Foreo bekam dagegen nur ein deutliches "Mangelhaft". Minuspunkte sind die ebenfalls "mangelhafte" Zahnreinigung, der fehlende Adapter zum Aufladen sowie der Anschaffungspreis von 169 Euro - mit Abstand der höchste aller Test-Modelle.

Unter den zwei getesten Batteriezahnbürsten wurde die "Oral-B Advance Power" (Braun) mit der preisgünstigten "Dental Source Total Power" verglichen. Letztere überzeugte zwar mit einer extrem langen Putzdauer von 689 Minuten und günstigeren 5,80 Euro Kosten, verlor aber insgesamt gegen das Modell von Braun.

Allerdings fiel der Sieg hier hauchdünn aus, denn das Batteriemodell erzielte kein "Gut", sondern nur ein "Befriedigend" (2,6).

"Schallzahnbürsten" schnitten schlecht ab

Auch die sogenannte Schalltechnologie stand im Mittelpunkt des Tests. "Der Schall selbst wirkt nicht direkt auf die Zähne. Die Bezeichnung ist daher unglücklich gewählt", erklärt Zahnarzt Prof. Dr. Ralf Rössler gegenüber Stiftung Warentest.

Bereits in den vorherigen Tests deklarierte die unabhängige Verbraucherorganisation die Bezeichnung "schallaktive Zahnbürste" als "nicht korrekt". Und nicht nur der Name, sondern auch die Zahnbürsten selbst konnten nicht von sich überzeugen. Alle getesteten Schallzahnbürsten schnitten im aktuellen Testlauf der Stiftung Warentest lediglich mit dem Urteil "befriedigend" oder schlechter ab.

Interaktive Zahnbürsten durch App

Eine Zahnbürste die sich durch eine App, eine App bedienen lässt. Da freuen sich nicht nur die Technik-Liebhaber, auch die Tests haben nur Gutes zu berichten. Denn dank einer dazugehörigen App ist das Siegermodell von Braun die erste interaktive elektrische Zahnbürste, die individuelle und personalisierbare Zahnpflege ermöglicht.

So gibt es unter anderem eine Timer-Funktion und eine Positionserkennung bei der Zahnreinigung. Bis zum nächsten Test sollte die Konkurrenz nun auch in diesen Punkten aufholen, um weiter mithalten zu können.

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