POLITIK
27/02/2016 08:52 CET | Aktualisiert 27/02/2016 08:57 CET

Das sagt Mark Zuckerberg über Angela Merkels Flüchtlingspolitik

Mark Zuckerberg räumte in Berlin Versäumnisse beim Löschen der Hasskommentare.
APCO/Facebook
Mark Zuckerberg räumte in Berlin Versäumnisse beim Löschen der Hasskommentare.

Mark Zuckerberg ist zurzeit in Berlin zu Gast und stand bei einem Treffen mit 1400 Anwendern in der Arena Berlin Frage und Antwort. Dabei ging es neben dem viel diskutierten Thema, wie Facebook mit Hasskommentaren umgeht, auch um die Flüchtlingspolitik von Angela Merkel.

In der Flüchtlingskrise und Deutschlands Rolle in der politischen Debatte bezog Zuckerberg klar Stellung für den Kurs der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

"Es braucht Mut und Menschlichkeit, um zu begreifen, dass da draußen Menschen sind, die ein Zuhause brauchen - und dass Gemeinschaften aufzubauen, in denen niemand ausgegrenzt wird, am Ende das Beste für die Welt sein wird», sagte Zuckerberg zu Merkels Flüchtlingspolitik.

Die Rolle der deutschen Staatsführung in der Flüchtlingskrise sei eine Inspiration und "definitiv ein Modell für die Welt". "Ich hoffe, dass mehr Länder dem Vorbild Deutschlands folgen. Ich hoffe, dass die USA dem Vorbild Deutschlands folgen",

Flüchtlingen wird besonderer Schutz zuteil

Für ihn habe ein Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel unterstrichen, dass Facebook mehr tun müsse. Die CDU-Politikerin hatte den 31-Jährigen am Rande eines UN-Treffens in New York auf das Problem angesprochen.

Facebook habe Flüchtlinge in Deutschland inzwischen zu den Gruppen von Menschen hinzugefügt, für die besonderer Schutz auf der Plattform gelte. Das werde auf den Rest der Welt ausgeweitet.

Versäumnisse beim Umgang mit Hasskommentaren

Ein weiteres Thema, das während des Treffens angesprochen wurde, ist der Umgang von Facebook mit Hasskommentaren auf seiner Plattform.

Poltiker, darunter auch Bundeskanzlerin Merkel (CDU), hatten in den vergangenen Monaten das weltweit führende Soziale Netzwerk aufgefordert, endlich entschiedener gegen hetzerische Botschaften vorzugehen.

Mark Zuckerberg zeigte sich, darauf angesprochen, selbstkritisch. "Ich denke nicht, dass wir einen ausreichend guten Job gemacht haben".

Ein Team zur Löschung der Hassbotschaften ist eingesetzt

Facebook hatte erst vor wenigen Wochen damit begonnen, einen Dienstleister in Deutschland damit zu beauftragen, sich intensiver um die Botschaften zu kümmern, die nach dem deutschen Recht und der Community-Richtlinie von Facebook eigentlich gelöscht werden müssten.

200 Leute seien in dem Team, sagte Zuckerberg. Zuvor gab es von dem US-Unternehmen nur schwammige Angaben zur Anzahl der Mitarbeiter, die gegen hetzerische Einträge und Kommentare vorgehen. Zuckerbergs zentrale Botschaft lautete: "Für Hassrede gibt es keinen Platz bei Facebook und in unserer Community"v - und dieses Motto will er nun auch umsetzen.

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