POLITIK
27/02/2016 02:28 CET | Aktualisiert 27/02/2016 02:37 CET

Bayerische Polizei bereitet offenbar Einführung von Grenzkontrollen vor

dpa

Entlang der bayerisch-österreichischen Grenze könnte es bald Kontrollen geben. Einem Bericht der "Passaue Neuen Presse" (PNP) zufolge treffen die Polizeipräsidien in der Region entsprechende Vorbereitungen. Ob das Vorhaben umgesetzt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Konkret laute der Auftrag, die notwendigen Vorbereitungen dafür zu treffen, im Falle einer – derzeit noch ausstehenden - Anordnung innerhalb weniger Stunden alle Grenzübergänge wieder zu kontrollieren, erfuhr die Zeitung. Ursache ist die Flüchtlingskrise.

Viel hängt von Osteuropa ab

Es solle sichergestellt werden, dass an allen Übergängen Grenzkontrollen durchgeführt werden. Hierfür sollen die früheren Liegenschaften der Grenzpolizei benutzt oder Container aufgestellt werden, die als provisorische Grenzkontrollstelle eingerichtet werden sollen. Zudem seien Pläne zu entwickeln, wie Grenzkontrollen personell und unter Zuhilfenahme von sogenannten Intensivierungskräften, aufrechterhalten werden könnten.

Nach Informationen der Zeitung soll die Frage, ob es am Ende tatsächlich zu einer politischen Anordnung, die Grenzkontrollen an der bayerisch-österreichischen Grenze wieder aufzunehmen, von mehreren Faktoren abhängig sein: Sollten die osteuropäischen Staaten in ihrem Bemühen, eine sichere Grenze zu ziehen, erfolgreich sein, wäre eine signifikante Abnahme der Flüchtlingszahlen die Folge.

Immer mehr Flüchtlinge stranden in Griechenland

In Griechenland wird die Lage für Flüchtlinge derweil immer verzweifelter. Obwohl die Balkanroute weitgehend abgeriegelt ist, versuchen weiterhin Tausende, zur Grenze nach Mazedonien zu gelangen. Am Freitag zogen den dritten Tag in Folge große Flüchtlingstrecks Richtung Norden. Auf dem Festland sind nach neuesten Schätzungen der Polizei mehr als 25 000 Menschen auf dem Weg zur Grenze. Auch in den Parkanlagen und auf den Plätzen von Athen harren Flüchtlinge im Freien aus.

An der mazedonisch-griechischen Grenze ist für die meisten Flüchtlinge Schluss: Nur noch vereinzelt dürfen Syrer und Iraker die Reise fortsetzen, andere Flüchtlinge werden gar nicht mehr durchgelassen. Mittlerweile warten mehrere tausend Menschen an der Grenze bei Idomeni. Dort kam es in der Nacht zum Freitag zu Schlägereien und Messerstechereien unter Flüchtlingen, wie das Staatsradio berichtete.

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