POLITIK
26/02/2016 14:58 CET | Aktualisiert 26/02/2016 15:06 CET

Flüchtlinge konvertieren in Schwimmbad-Massentaufen zum Christentum

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In letzter Zeit kommt es häufig zu Massentaufen

Eigentlich hat die Kirche hierzulande mit einer Glaubenskrise zu kämpfen: Die Kirchenbänke bleiben oft leer. Doch es scheint, dass diese Plätze bald gefüllt werden. Denn derzeit steigt die Zahl der Konvertiten enorm an; sogenannte Glaubenskurse sind voll und es finden sogar Massentaufen in Schwimmbädern statt.

Eine solche zeigte zuletzt eine Reportage der Tagesschau. In dem Beitrag ist zu sehen, wie in einem städtischen Schwimmbad in Hamburg 70 Menschen in weiße Gewänder gekleidet auf ihre Taufe warten. Getauft werden sie vom Pastor der persischen Gemeinde, der dieses Jahr voraussichtlich 600 weitere Taufen vornehmen wird.

Besonders viele Flüchtlinge konvertieren

Unter den Täuflingen sind besonders viele Flüchtlinge, die vom Islam zum Christentum konvertieren.

Der Hintergrund: In manchen muslimischen Ländern wie beispielsweise dem Iran steht dies unter Todesstrafe. Der Grund für die Massentaufen - so meinen zumindest die Behörden - ist, dass die Flüchtlinge so leichter an eine Aufenthaltsgenehmigung kommen wollen.

Die Folge: Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge besteht deshalb darauf, die genauen Gründe für den Übertritt zu überprüfen, da die Konversion eines Asylbewerbers zur Schutzgewährung führt, wenn er auf Grund seines neu erworbenen Glaubens in seinem Heimatland verfolgt wird.

Die Kirchen sprechen sich jedoch gegen sogenannte "Glaubensprüfungen" aus und berufen sich auf ihren eigenen Glaubensleitfaden. Mit dem überprüfen sie Anwärter vor der Taufe auf ehrliche Absichten. Zudem sei ein Übertritt zum Christentum nicht in jedem Fall ein Grund, eine Aufenthaltserlaubnis zu vergeben, heißt es bei der Behörde.

Und das kann für die Flüchtlinge tatsächlich zum Problem werden. Denn werden sie abgeschoben und müssen in ihre Heimat zurückkehren, droht ihnen tatsächlich der Tod. Die Konvertierung in Deutschland müssen sie geheim halten.

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