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26/02/2016 04:17 CET

So hat Delfin-Park SeaWorld die Tierschützer von Peta unterwandert

Getty
Delfine im Vergnügungspark SeaWorld

Delfine, Wale, Seekühe: Was die Vergnügungsparks von SeaWorld zu bieten haben, ist beeindruckend, aber auch schwer umstritten. Immer wieder kritisierte etwa die Tierschutzorganisation Peta die Haltung von Delfinen in Delfinarien, die dort entgegen ihrer Natur als Zirkustiere missbraucht würden.

Wie jetzt herausgekommen ist, hat SeaWorld mit geheimdienstähnlichen Methoden auf die Vorwürfe reagiert: Das US-Unternehmen hat Mitarbeiter als Aktivisten in die Organisation eingeschleust, die echte Tierschützer zu Straftaten anstiften sollten. Mit diesen hätte SeaWorld Peta dann belasten können.

Die Spionage-Vorwürfe hatte Peta bereits monatelang in Richtung des Betreibers von drei Parks in den USA gerichtet. Nun teilte Vorstandschef Joel Manby im Firmen-Blog mit, dass SeaWorld sich entschlossen habe, die Praxis zu beenden.

SeaWorld steht vor allem wegen seiner Orca-Shows seit Jahren in der Kritik. Für große Empörung über das Unternehmen sorgte der im Juli 2013 erschienene Dokumentarfilm "Blackfish" (deutscher Titel: "Der Killerwal"), indem die Vorführungen der gedrillten Meeressäuger als skrupellose Ausbeutung der Unterhaltungsindustrie geschildert werden. Seaworld kündigte im November an, zumindest eine der umstrittenen Vorführungen einzustellen.

Mit Material von dpa.

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