POLITIK
26/02/2016 11:38 CET | Aktualisiert 26/02/2016 13:37 CET

Das hat der Gründer von dm über Hartz IV zu sagen

Der Geschaeftsfuehrer der Drogeriemarktkette dm, Goetz W. Werner, spricht am Donnerstag, 18. Okt. 2007, in Berlin waehrend der Bilanz-Pressekonferenz 2007. (AP Photo/Michael Sohn) --- Goetz W. Werner, CEO of the drugstore chain dm, speaks during the balance news conference of the company in Berlin, Germany, Thursday, Oct. 18, 2007. (AP Photo/Michael Sohn)
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Der Geschaeftsfuehrer der Drogeriemarktkette dm, Goetz W. Werner, spricht am Donnerstag, 18. Okt. 2007, in Berlin waehrend der Bilanz-Pressekonferenz 2007. (AP Photo/Michael Sohn) --- Goetz W. Werner, CEO of the drugstore chain dm, speaks during the balance news conference of the company in Berlin, Germany, Thursday, Oct. 18, 2007. (AP Photo/Michael Sohn)

Rund 4,3 Millionen Menschen in Deutschland beziehen Hartz IV, die Grundsicherung nach dem deutschen Sozialgesetzbuch. Eine humane Leistung nach den Regeln des modernen Sozialstaats? Nein, "ein Skandal" sei Hartz IV, sagt Götz Werner, Gründer der Drogeriekette dm. In der "Spreezeitung" fordert er, die Transferleistung abzuschaffen.

"Wie kann es sein, dass wir zulassen, dass ein Teil unserer Mitbürger ausgegrenzt und stigmatisiert wird?", sagt Werner. Stattdessen müssten die Verhältnisse in Deutschland jedem eine Lebensperspektive geben.

Lösungsvorschlag Grundeinkommen

Möglich ist das nach Werners Meinung mithilfe des bedingungslosen Grundeinkommens, also einer Art Taschengeld für alle Bürger. Verändern würde sich demnach das Verhältnis der Menschen zu ihrer Arbeit: "Die Verantwortlichen müssen Rahmenbedingungen schaffen, so dass die Menschen sagen, das macht Sinn, hier steige ich ein und bringe meine Talente und Fähigkeiten zur Wirkung."

Werner sieht falsches Menschenbild

Man komme auf diese Weise "vom Sollen zum Wollen" - was seiner Ansicht nach so gut funktioniert, dass auch Bedenken gegen das Modell verblassten. Diese seien "eine Frage des Menschenbildes": "Wenn ich Menschen frage, ob sie noch arbeiten würden, sagen alle: 'Ja, aber die anderen nicht.'" Von diesem müsse man sich lösen.

Optimistisch ist Werner trotz aller Überzeugung jedoch derzeit nicht. Politiker, die für die Einführung zuständig wären, hätten weniger Macht als angenommen. Für sie gelte: "Sie spüren, wenn der Wind sich dreht, dann ändern sie den Kurs. Aber der Wind muss aus der Gesellschaft wehen."

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