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25/02/2016 06:34 CET | Aktualisiert 25/02/2016 07:42 CET

Was Steve Jobs vor 10 Jahren gesagt hat, beschreibt die Flüchtlingskrise perfekt

dpa
Was Steve Jobs vor 10 Jahren gesagt hat, beschreibt heute die Flüchtlingskrise perfekt

Am 12. Juni 2005 hielt Steve Jobs eine Rede bei der Abschlussfeier an der Stanford University. Er sprach darin über seine Kindheit, in der er zur Adoption freigegeben wurde. Über seine Zeit in der Schule und an der Universität - und wie ihn das alles für sein zukünftiges Leben geprägt hat.

Bei der Rede fiel ein Satz, der gerade in der Flüchtlingskrise eine neue Bedeutung gewinnt. Wir leben in einer Zeit, in der viele Deutsche Zukunftsängste haben. Sie befürchten, dass die vielen Einwanderer zur Gefahr für ihren Job oder sogar für Leib und Leben werden. Es ist eine Zeit, in der sie sich mit ihrem Nachbarn nicht verständigen können, weil er kein Deutsch spricht.

Und gerade deshalb sollten wir an den Satz denken, den Jobs vor zehn Jahren sagte:

„Man kann die Punkte nicht im Vorhinein zu einem Zusammenhang verbinden. Man kann sie nur verbinden, wenn man zurückschaut. Also musst du darauf vertrauen, dass in der Zukunft alles Sinn machen wird. Du musst dich jetzt nur auf eine Sache verlassen – dein Gefühl, Schicksal, Leben, Karma, was auch immer. Dieser Ansatz hat mich noch nie enttäuscht, und er hat in meinem Leben den wesentlichen Unterschied gemacht.“

Warum dieses Zitat von Steve Jobs auch noch heute gültig ist

Die Politiker wissen nicht, wie viele Zuwanderer wir in diesem Land versorgen können. Sie müssen versuchen, den verängstigten Bürgern klar zu machen, dass man all diese Menschen integrieren muss und kann. Und das gelingt ihnen bisher nicht so gut.

Genau in dieser Zeit sollten wir uns die Worte von Steve Jobs zu Herzen nehmen. Wir müssen uns vor Augen halten: Die aktuellen Ereignisse werden in einigen Jahren ganz anders für uns aussehen. Wir wissen noch nicht, wie sich alles verändern wird. Aber wir wissen, dass es passiert.

Oft hatten sich die Menschen in der Vergangenheit vor großen Veränderungen gefürchtet. Sie hatten den Untergang der Sitten, der Kultur und der Sicherheit vorausgesagt. Zum Beispiel, als die Erfindung des Buchdrucks Wissen für alle zugänglich machte. Als die Sklaverei abgeschafft wurde. Oder als Frauen endlich das Wahlrecht bekamen. Als das Radio erfunden wurde. Oder das Fernsehen. Oder das Internet.

Und doch merken wir, dass unser Leben durch diesen Wandel nur besser geworden ist.

Steve Jobs war übrigens der Sohn eines syrischen Studenten, seine Adoptivmutter entstammte einer Familie von armenischen Einwanderern. Was der 2011 verstorbene Apple-Gründer zur aktuellen Flüchtlingskrise in Europa wohl zu sagen gehabt hätte?

Übrigens glaubt auch der Nobelpreisträger Stephen Hawking, dass Veränderung mehr Gutes bringt als Schlechtes. Es ist seiner Meinung nach nicht entscheidend, was sich verändert. Es ist entscheidend, wie wir damit umgehen. Hawking sagte deshalb:

„Intelligenz ist die Fähigkeit, sich dem Wandel anzupassen“.

Ja, auch dieses Zitat sollten wir uns ins Gedächtnis rufen, wenn wir beklagen, dass heute nichts mehr so ist wie früher und wir Schuldige an diesem Zustand suchen.

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