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25/02/2016 04:53 CET | Aktualisiert 31/03/2016 06:24 CEST

Papaya - so gesund ist das exotische Superfood

Papaya ist eine exotische Frucht voller Gesundheit
bennyartist via Getty Images
Papaya ist eine exotische Frucht voller Gesundheit

  • Die Papaya besitzt viel Vitamin C.

  • Die Kerne helfen bei Magen-Darm-Problemen.

  • Papayablätter sollen Krebswachstum eindämmen können

Die Papaya ist schon länger als Smoothiebestandteil und aus unseren Supermarktregalen bekannt. Aber die kleinen schwarzen Kerne im Inneren des rotorange leuchtenden Fruchtfleischs werden meistens weggeschmissen. Dabei sind eben diese ein wahres Superfood, das antibakterielle Wirkungen vorweist und vor verschiedenen Krankheiten wie Darmparasiten und Magen-Darm-Bakterien schützen kann.

Ursprünglich stammt die Papaya aus Mittelamerika, doch mittlerweile wird sie weltweit angebaut und ist ganzjährig in unseren Supermärkten erhältlich. Größte Produzenten sind Brasilien und Indien. Die Papaya steht auf dem vierten Platz der meistproduzierten Früchte hinter Bananen, Orangen und Mango.

Warum Papaya ein Superfood ist

Das süße Fruchtfleisch steckt voller wichtiger Vitamine: 100 Gramm Papaya decken den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C schon zu 75 Prozent. Zudem enthält die Tropenfrucht mehr Beta-Carotin als Karotten. Dazu kommen nicht unwesentliche Mengen an Vitamin B9 (10 Prozent des Tagesbedarfs) und Magnesium (6 Prozent des Tagesbedarfs).

Das Fruchtfleisch ist jedoch nur ein Element der Pflanze - auch ihre Blätter, Wurzeln und vor allem ihre kleinen schwarzen Samenkerne sind gut für die Gesundheit. Die Blätter werden in vielen Teilen der Welt als Absud aufgebrüht und bei Atemwegsproblemen wie Asthma oder Bronchitis getrunken. Die Samen, die viel zu oft einfach weggeworfen werden, sind eine echte Wunderwaffe gegen verschiedene Krankheiten, denn in ihnen steckt das Enzym Papain.

Was bewirkt das Papain?

Das Papain gehört zu den eiweißspaltenden Enzymen, die die mit der Nahrung aufgenommenen Eiweiße im Darm in wertvolle Aminosäuren aufspalten.

Dadurch hat Papain zunächst einmal eine verdauungsfördernde Wirkung und hilft bei Blähungen, Verstopfungen und ähnlichen Magen-Darm-Problemen. Tierfreunde nutzen Papain ebenfalls, um ihre Lieblinge auf sanfte Art mit Naturprodukten zu entwurmen.

Papain kann jedoch noch viel mehr:

  • Für die Damen besonders interessant: Dem Enzym Papain wird außerdem die Wirkung nachgesagt, Cellulite verschwinden zu lassen.
  • Nicht wissenschaftlich belegt sind Beobachtungen, wonach Papain erfolgreich Kalkablagerungen an den Innenwänden der Gefäße abbaut und so vor Thrombosen schützt. Dasselbe gilt für die Annahme, dass Papain die Leber entgiftet und die Heilung einer Leberzirrhose beschleunigt.

Wenn Papaya hilft

Doch nicht nur das Papain hilft uns. Mehrere internationale Studien konnten belegen, dass mithilfe von Papayakernen Darmparasiten bei Kindern erfolgreich bekämpft werden können. In einer Studie mit 60 Kindern im westafrikanischen Nigeria zeigte sich eine Reduzierung der Darmparasiten von 71,4 Prozent bis zu 100 Prozent bei den jungen Probanden.

Eine weitere Studie erkannte außerdem, dass Papayakerne über eine antibakterielle Wirkung verfügen. So schützen sie vor typischen Magen-Darm-Bakterien wie Escherichia coli und Staphylococcus aureus. Diese verbreiten sich meist dort, wo viele Menschen auf engem Raum zusammen sind, zum Beispiel in Krankenhäusern und auf Kreuzfahrtschiffen. Da lohnt es sich, bei der nächsten Kreuzfahrt öfter mal Papayakerne zu knabbern!

Einer australischen Studie zu Folge, soll der Verzehr von Papayablättern sogar das Wachstum von Krebszellen eindämmen können. Diese Erkenntnisse sind ebenfalls noch nicht wissenschaftlich erwiesen und werden noch erforscht, jedoch lassen die ersten Ergebnisse auf eine positive Wirkung der Papayablätter auf Krebserkrankungen hoffen.

Kochen mit Papaya

Die getrockneten Papayakerne können einfach zwischendurch geknabbert werden oder aufgrund ihres pfeffrigen Geschmacks als Pfefferersatz fungieren. Dank ihrer ähnlichen Struktur kann man die Kerne einfach in eine Pfeffermühle geben und sie über das Essen mahlen.

Besonders reich an Papain ist die noch unreife grüne Papaya, die für den köstlichen Papaya-Salat aus Thailand verwendet wird. Wie der Salat zubereitet wird, erklärt dieses Video.

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