POLITIK
25/02/2016 05:17 CET | Aktualisiert 25/02/2016 09:12 CET

Merkel bei CDU-Wahlkampfauftritten in Baden-Württemberg unerwünscht

dpa

Merkels Beliebtheit erodiert, auch in ihrer eigenen Partei. Das bekommt sie gerade in Baden-Württemberg zu spüren, wo am 13. März Landtagswahlen sind.

Dort tritt CDUler Guido Wolf gegen Ministerpräsident Winfried Kretschmann an.Dass der Grünen-Politiker in einigen Umfragen schon vor dem Konservativen liegt, war vor wenigen Monaten noch undenkbar. Einige in der CDU schieben das auf Merkels Kurs in der Flüchtlingskrise - und ziehen Konsequenzen.

Wie das Magazin "Cicero" berichtet, haben einige Kreisverbände der CDU es abgelehnt, Wahlkampf-Veranstaltungen mit Merkel zu organisieren. Achtmal habe die Kanzlerin bei Wahlveranstaltungen auftreten wollen, doch die Wahlkampfzentrale des Bundeslandes hätte große Mühe, der Basis den Besuch ihrer Parteivorsitzenden schmackhaft zu machen, schreibt das Magazin.

CDU-Wahlkämpfer verlieren Geduld mit Merkel

Bei der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren hätten sich die Kreisverbände noch um Auftritte der Kanzlerin gerissen, doch in diesem Jahr gäbe es gleich mehrere Absagen. Sie fährt seit Monaten einen Kurs in der Flüchtlingskrise, an den CDUler aus Ortsverbänden bis hin zu Spitzenpolitikern immer weniger glauben.

Die CDU-Kandidaten der Landtagswahlen grenzen sich deswegen öffentlich von der Kanzlerin ab - in der Hoffnung, den Unmut an der Basis etwas aufzufangen. Erst kürzlich verfasste Wolf gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Spitzenkandidatin Julia Klöckner eine Erklärung, in der die Politiker sofortige Maßnahmen gegen die Flüchtlingskrise forderten.

2015-10-29-1446111691-9101179-Gluck2.png

Mehr Dinge, die glücklich machen, gibt es hier.