POLITIK
25/02/2016 06:10 CET | Aktualisiert 25/02/2016 06:13 CET

Frontex erwartet für dieses Jahr mindestens so viele Flüchtlinge wie 2015

dpa
Flüchtlinge warten im griechischen Hafen Piräus auf Hilfe

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex geht davon aus, dass in diesem Jahr ebenso viele Flüchtlinge kommen wie 2015. Mindestens. Exekutivdirektor Fabrice Leggeri sagte am Dienstag in Berlin, wenn die Zahlen auf diesem Stand blieben, wäre dies "kein schlechtes Jahr".

Zur Begründung sagte Leggeri: Die Fluchtursachen, allen voran der Konflikt in Syrien, aber auch die instabile Lage in Libyen, blieben erhalten.

2015 seien nach seinen Schätzungen insgesamt 1,8 Millionen irreguläre Einreisen in den Schengen-Raum vollzogen worden, in der Zahl seien aber Mehrfach-Registrierungen enthalten. In diesem Jahr habe es bereits 82.000 irreguläre Grenzübertritte nach Griechenland gegeben.

Die Erfahrung der letzten Monate habe gezeigt, dass es keine einzelne Lösung für die Flüchtlingskrise geben könne. "Alle EU-Mitgliedsstaaten müssen mitmachen, nicht nur Deutschland oder ein paar Länder", sagte Leggeri. Vorrangig sei die weitere Unterstützung für Griechenland und Italien bei der Einrichtung der "Hotspots" zur Registrierung von Flüchtlingen.

Leggeri mahnte Griechenland zu mehr Tempo bei der Registrierung, die Dinge entwickelten sich aber in die richtige Richtung. Auch die Türkei sei gefordert. "Wir dürfen von der Türkei mehr erwarten", sagte der Franzose. Dies gelte insbesondere bei der Bekämpfung von Schleppern und kriminellen Strukturen.

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