POLITIK
24/02/2016 05:51 CET | Aktualisiert 24/02/2016 11:07 CET

Nach Übergriffen in der Silvesternacht: Kölner Gericht verurteilt ersten Angeklagten

In Köln ist nach den Übergriffen in der Silvesternacht ein erster Angeklagter verurteilt worden
dpa
In Köln ist nach den Übergriffen in der Silvesternacht ein erster Angeklagter verurteilt worden

Nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht stand am Mittwoch der erste Angeklagte in Köln vor Gericht.

Der Vorwurf: Der Marokkaner soll einer Frau auf dem Bahnhofsvorplatz das Handy abgenommen haben, als sie gerade dabei war, den Kölner Dom zu fotografieren. Die Frau konnte ihn aber einholen, Polizisten nahmen ihn fest. Bei seiner Durchsuchung wurde auch eine geringe Menge Amphetamin - 0,1 Gramm - sichergestellt. Seit Neujahr befindet sich der Mann in Untersuchungshaft.

Laut „Express“ verurteilte das Kölner Amtsgericht den 23-Jährigen zu einer sechsmonatigen Haftstrafe auf Bewährung.

Der Kölner Amtsgerichtspräsident, Henning Banke, sagte dem "Kölner Stadtanzeiger" vor den Prozessen, die Öffentlichkeit werde von den Urteilen wohl enttäuscht werden. Seine Erklärung: Es gehe nicht um "schwere Straftaten". Richter könnten nur das aburteilen, was auch angeklagt sei.

In der Silvesternacht war es in Köln massenweise zu Straftaten gekommen. Entsetzen hatten vor allem die sexuellen Übergriffe auf Frauen ausgelöst. Sie sollen von Männern umzingelt, bedrängt und bestohlen worden sein. Es wurden auch Vergewaltigungen angezeigt.

Mit Material der dpa

Auch auf HuffPost

Ausschreitungen an Silvester: "Politische oder taktische Motive": Reker kritisiert Kölner Polizei

Lesenswert