POLITIK
24/02/2016 18:21 CET | Aktualisiert 24/02/2016 18:24 CET

Nur noch 50 Flüchtlinge erreichen die bayerische Grenze

dpa

Die Zahl der über Bayern nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge ist in den vergangenen Tagen zurückgegangen. Nach Angaben der Bundespolizei in München wurden am Dienstag nur 50 Menschen an der Grenze des Freistaats gezählt. Das CSU-geführte Sozialministerium des Bundeslands verweist jedoch darauf, dass diese Zahlen unvollständig seien.

Hinzu kämen Flüchtlinge, die von der bayerischen Landespolizei gezählt werden sowie sogenannte Direktzugänge, so die Landesregierung. Das sind die Flüchtlinge, die sich selbst bei den Behörden melden und Asyl beantragen - ohne dass die Polizei sie vorher aufgegriffen hat.

Zur Verdeutlichung: Nach den Zahlen der Bundespolizei kamen in der vergangenen Woche 5200 Flüchtlinge in den Freistaat. Laut Ministerium waren es aber mehr als 7500. Tagesaktuelle Zahlen nennt das Sozialministerium aber nicht.

Die Zahlen der Bundespolizei lassen eine Abnahme der Neuankömmlingen an den Grenzen ab dem 16. Februar erkennen. Vor diesem Datum kamen täglich noch weit mehr als 2000 Menschen in Bayern an, danach nur noch mehrere Hundert.

Österreich hatte Ende Januar eine Jahresobergrenze von 37 500 Flüchtlingen festgelegt und am 17. Februar verkündet, täglich nur noch 80 Asylbewerber zuzulassen. Ob dies die Ursache für den Rückgang der Flüchtlingszahlen ist, ist jedoch keineswegs sicher. Ein Sprecher der Bundespolizei wollte sich am Mittwoch zu den möglichen Ursachen des Rückgangs nicht äußern. Man wolle nicht spekulieren, sagte er.

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