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23/02/2016 10:27 CET | Aktualisiert 23/02/2017 06:12 CET

Neues Mini Cabrio: Der Frauenversteher

Ab Anfang März zu haben: das neue Mini Cabrio

Das wird den weiblichen Anteil der Mini-Fangemeinde freuen: Das neue Cabrio ist im Anrollen! Wem oben ohne genug und Sportlichkeit egal ist, wird mit dem Einsteigermodell Mini One glücklich. Wer aber richtig Fahrspaß haben möchte, dem sei der John Cooper Works empfohlen.

Ziemlich genau vor 15 Jahren, Anfang des Jahres 2001, übernahm BMW die schwer angeschlagene Automarke Mini aus Großbritannien. Eine schwierige Anfangsphase folgte, obwohl das Auto hochgelobt und oft verkauft wurde. Allerdings nicht oft genug. Mit der Formel "Jedes Jahr ein neues Modell" sollte das ab 2010 anders werden. Nach Papa Mini und Mama Mini Cabrio wurde die Mini- zur Maxi-Familie. Roadster, Coupé, Clubman, Countryman und Paceman hießen die Kinderlein.

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Diese verhalfen zwar zu größeren Umsätzen - 2015 wurden 338.466 Fahrzeuge verkauft -, die erwarteten Einheiten von 500.000 bis 600.000 wurden aber deutlich verfehlt. Dazu wird der Mini viel zu teuer produziert, denn der Griff ins Großserien-Regal von BMW ist den Briten offensichtlich nicht gut genug. Und die Fertigung in drei Werken, die zudem in drei verschiedenen Ländern liegen, spart auch keine Produktionskosten. Kurzum: Seit 2001 hat BMW mit Mini noch keinen Cent verdient.

Höchstgeschwindigkeit, Fahrspaß und der Preis

Ob das mit dem relativ teuren Einstiegsmodell Mini One Cabrio anders wird, darf bezweifelt werden. Da dauert der "Sprint" von null auf 100 km/h schleichende 10,6 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit des Kleinwagens endet bereits bei 190 km/h. Wer es etwas spritziger mag, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen und den Cooper S für mindestens 27.950 Euro bestellen.

Hier ist dafür aber auch jede Menge Fahrspaß garantiert, wenn in 7,2 Sekunden Tempo 100 erreicht werden und die flotte Freiluft-fahrt erst bei 230 km/h endet. Nur vom Sound passt der Vierzylinder noch nicht zur bulligen, muskulösen Optik. Wem etwas Pfeffer aus dem Auspuff was bedeutet, der sollte noch bis Ende März warten, wenn die 33.500 Euro teure John-Cooper-Works-Version mit rassigen 231 PS und Sportauspuffanlage zu haben ist.

Der Innenraum

Der Innenraum der neuen Mini-Cabrios birgt im Vergleich zum Vorgänger keine Überraschungen. Passend zur nahezu ausschließlich weiblichen Kundschaft ist der Motor-Starthebel in Form und Farbe einer roten Nagellackflasche nachempfunden. Das mittige, runde Riesen-Display ist nach wie vor Geschmackssache, und das neue Head-up-Display ist eigentlich nur eine getönte Projektionsscheibe mit klappriger Anmutung. Schön ausgeformt und sehr bequem sind dagegen die sportlichen Ledersitze. Auch das griffige Lenkrad liegt gut in der Hand. Der Vergleich mit einer Wohlfühloase im Kleinwagensegment hinkt hier keineswegs.

Der Clou beim neuen Mini Cabrio ist das elektrische Dach mit 40 Zentimeter-Schiebedachfunktion. So kann man auch mit halb geöffnetem Dachhimmel zum Shoppen cruisen. Vollständiges Öffnen und Schließen des Stoffdaches - auf Wunsch auch mit grau-schwarzem Union-Jack-Muster - dauert genau 18 Sekunden, und das auch noch bei bis zu einer Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Der Frühling kann kommen.

Technische Daten Mini Cooper S

Zweitüriges Cabriolet mit vier Sitzen, Länge: 3,85 Meter, Breite: 1,73 Meter, Höhe: 1,41 Meter, Radstand: 2,49 Meter, Kofferraumvolumen: 215 Liter (160 Liter bei geöffnetem Dach), Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, Leistung: 192 PS, maximales Drehmoment: 280 Newtonmeter bei 1.250-4.600 U/min, 0-100 km/h: 7,2 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit: 230 km/h, Durchschnittsverbrauch: 6,1 Liter, CO2-Ausstoß: 142 g/km, Abgasnorm: Euro 6, Effizienzklasse: C, Preis: ab 27.950 Euro.