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24/02/2016 00:00 CET | Aktualisiert 24/02/2016 02:22 CET

Live bei "Domian": Die Wahrheit über den prügelnden Muslim

Angeblich verprügelte ein Muslim seine Freundin live bei "Domian"
DPA
Angeblich verprügelte ein Muslim seine Freundin live bei "Domian"

Die "Domian"-Sendung in der Nacht auf Dienstag schockierte die Zuschauer. Eine Frau namens Christina erzählte, dass ihr Freund immer wieder gewalttätig werde. Dann war auf einmal eine Männerstimme zu hören, die rief: "Mit wem redest du? Was soll das?" Es folgte ein Geräusch, als werde die Frau geschlagen. Doch wie sich herausstellten, war alles anders, als es schien.

Die Frau erzählte, ihr Mann sein Muslim. Der Grund für die Aggressionen ihres Freundes soll die Geburt eines gemeinsames Kindes gewesen sein. Danach hätte sich die Familie des Mannes von ihm abgewandt. "Du bist ein Christ, wir sind Moslems. Du würdest unsere Familie beschmutzen", sollen sie gesagt haben.

Domian selbst hielt den Anruf für glaubwürdig. Er und der Psychologe, der die Sendungen immer begleitet, könnten nicht völlig ausschließen, dass es sich um einen Fake handele. Aber sie seien "sehr sicher", dass es sich nicht um eine gestellte Szene handelte.

Der Psychologe habe noch zweimal versucht, mit der Frau zu sprechen. Das habe aber nicht funktioniert, denn den Mann habe die Frau nicht ans Telefon gelassen. Der Sender informierte die Polizei. Nach Domians Informationen wurde sie auch aktiv – aber was genau passierte, hätten die Beamten nicht gesagt.

Jetzt stellte sie heraus, dass alles nur ein übler Scherz war. Das berichtet die "Bild-Zeitung. Die Polizei hätte schließlich über die beim Sender angegebene Handynummer eine Adresse ermittelt und seie sofort ausgerückt. Doch vor Ort hätten die Beamten lediglich die verschlafenen Eltern der jungen Frau aus dem Bett geholt, heißt es in dem Artikel. Diese seien völlig ahnungslos gewesen.

Nun gestand die Frau gegenüber "Bild", dass sie nie verprügelt worden sei. "Ich habe eine Riesendummheit gemacht, es sollte eigentlich ein Spaß sein", sagte die 23-Jährige der Zeitung. Die junge Frau sei bei Freunden gewesen, gemeinsam habe man getrunken. Offenbar alkoholisiert seien sie schließlich auf "diese im Nachhinein bescheuerte Idee" gekommen, wird die angeblich Geschädigte im Artikel zitiert.

Ein Kumpel habe den brutalen Freund gespielt. Sie habe nicht geahnt, dass es so hohe Wellen schlagen würde. Auch ihre Eltern seien sauer auf die Tochter. Dem Bericht zufolge zeigte die Frau Reue. Sie beteuerte, dass sie nie verprügelt worden sei und aktuell gar keinen festen Freund habe. "Es tut mir so unendlich leid, dass sich so viele Menschen Sorgen gemacht haben. Ich möchte mich dafür bei allen entschuldigen", so die 23-Jährige zur "Bild".

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