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21/02/2016 18:48 CET | Aktualisiert 22/02/2016 03:40 CET

Wie mit deutscher Technologie der Klimawandel erforscht wird

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Europäische Wissenschaftler verstärken den Blick auf den ökologischen Zustand der Erde. Ein weiterer Umwelt-Satellit ist ins All geschickt worden. Sein Arbeitsschwerpunkt sind die Ozeane. Die Technologie entstand auch unter Mitwirkung deutscher Forscher.

Europas Weltraumorganisation Esa will den globalen Klimawandel verstärkt aus dem All erforschen und hat für das Erdbeobachtungsprogramm "Copernicus" einen weiteren Umwelt-Satelliten auf die Reise geschickt. Sentinel-3A soll dabei helfen, die Ozeane und das Fließen der Meeresströme vom Weltraum aus zu beobachten sowie die Dicke des Meereises und den Anstieg des Meeresspiegels messen.

Die Beobachtungen sollen auch Aufschluss geben über die Meeresverschmutzung. Geplant ist, dass der Satellit die gesamte Erde in etwa einem Tag abtastet.

Der über eine Tonne schwere Satellit hob mit einer Rockot-Trägerrakete vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus ab. Sentinel-3A erreichte seine Umlaufbahn in rund 800 Kilometer Höhe. Er sendete auch sein erstes Signal zur Erde. Sentinel-3A (englisch für: "Wächter") ist nach Sentinel-1A und Sentinel-2A der dritte aus der Satelliten-Reihe des europäischen "Copernicus"-Programms.

Die Satelliten haben unterschiedliche Aufgaben. Sentinel-1A war im April 2014 gestartet und kann das Wachstum von Reis erkennen. Das ist ein wichtiger Hinweis für die Erntevorhersage. Sentinel-2A hat die Gesundheit der Wälder und Pflanzen im Blick.

Auch der neue Umwelt-"Wächter" hat mehrere Instrumente dabei. Der Missionsbetrieb soll nach Tests und Vorarbeiten in rund fünf Monaten eingeleitet werden. Die Satelliten sind auf eine Missionsdauer von sieben Jahren ausgelegt, haben aber Treibstoff für weitere fünf Jahre an Bord.

Auf Sentinel-3A sollen weitere Satelliten folgen. Ein baugleicher Sentinel-3B ist für 2017 geplant, gestartet werden soll vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana mit einer Vega-Rakete. Die Sentinel-Daten kann jeder kostenlos nutzen. Sie sind aber hauptsächlich für Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler und die Landwirtschaft gedacht. Auf die Informationen greifen mindestens 16 000 Nutzer zu.

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