POLITIK
21/02/2016 14:52 CET | Aktualisiert 21/02/2016 15:38 CET

AfD in Nordrhein-Westfalen bei 10 Prozent

Nigel Treblin via Getty Images
HANOVER, GERMANY - NOVEMBER 28: Chairwoman Frauke Petry arrives to the AfD (Alternative fuer Deutschland) federal party congress on November 28, 2015 in Hanover, Germany. The AFD aims to enter three new state parliaments in 2016 by luring conservative voters angry with Chancellor Angela Merkel's open-door asylum policy. This weekend the party will outline its plan to bring order to what it calls the 'asylum chaos.' (Photo by Nigel Treblin/Getty Images)

Diese Nachricht ist ein Schock für die etablierten Parteien. Selbst im Stammland der Sozialdemokraten ist die AfD einer Umfrage zufolge jetzt die drittstärkste Kraft. Etwa 15 Monate vor der nächsten Landtagswahl verlieren die großen Parteien in Nordrhein-Westfalen dagegen an Rückhalt.

Das ist das Ergebnis des NRW-Trends, den Infratest dimap im Auftrag des "WDR" in dieser Woche erhoben hat.

Wenn bereits an diesem Sonntag Landtagswahl im größten deutschen Bundesland wäre, käme die SPD auf 31 Prozent, ein Verlust von drei Punkten im Vergleich zur letzten Erhebung im Dezember 2015. Die CDU gibt zwei Punkte ab und läge mit 33 Prozent weiterhin vor den Sozialdemokraten.

Drittstärkste Partei wäre die AfD, die laut der Umfrage deutlich dazu gewinnt. Sie legt von 5 auf 10 Prozent zu. Die Grünen verlieren derweil ein Prozent und liegen nun bei 9 Prozent, die FDP gewinnt leicht und kommt auf 7 Prozent.

Ebenfalls im Landtag vertreten wäre die Linke mit 7 Prozent. Damit hätten weder das amtierende Bündnis aus SPD und Grünen, noch eine Koalition aus CDU und FDP eine Mehrheit im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Auch in anderen Bundesländern legte die AfD zuletzt massiv zu. Nach einer Untersuchung von Infratest dimap für den MDR kämen die Rechtskonservativen in Sachsen-Anhalt derzeit auf 17 Prozent. Die SPD (18 Prozent) liegt damit nur noch knapp vor den Rechtspopulisten.

Zuletzt hatten zahlreiche Politiker, darunter etwa SPD-Chef Sigmar Gabriel, gefordert, die AfD vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen. Die AfD gilt zumindest in Teilen als flüchtlingsfeindlich.

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