POLITIK
20/02/2016 19:53 CET | Aktualisiert 20/02/2016 21:09 CET

Polizei will gegen Flüchtlinge ermitteln

David Crausby via Getty Images
German police station sign in blue and white

Im Fall der Anwendung körperlicher Gewalt gegen Flüchtlinge durch die Polizei im sächsischen Clausnitz will die zuständige Polizeidirektion Chemnitz jetzt gegen einzelne Flüchtlinge ermitteln. Der Chemnitzer Polizeipräsident Uwe Reißmann kündigte an: "Was wir sicherlich ausweiten werden, sind Ermittlungen gegen den ein oder anderen Insassen des Busses."

Einzelne Asylsuchende hätten in Clausnitz aus dem Bus heraus gefilmt und mit Gesten wie dem Stinkefinger die davor stehenden Demonstranten provoziert, so Reißmann. Ähnlich hatte sich auch die Deutsche Polizeigewerkschaft gegenüber der Huffington Post geäußert. Deren Vorsitzender Rainer Wendt hatte sogar von "Kopf-ab-Zeichen", die einzelne Flüchtlinge in Richtung Demonstranten gezeigt hätten, berichtet.

Auch der Junge, der aus dem Bus geholt wurde, habe den Mittelfinger gezeigt, so Reißmann. Gegen ihn liege wegen dieser beleidigenden Geste eine Anzeige vor. Das Vorgehen gegen die Insassen nach der Ankunft des Busses an dem Flüchtlingsquartier sei gerechtfertigt gewesen, sagte der Polizeichef.

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