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20/02/2016 12:21 CET | Aktualisiert 20/02/2016 12:38 CET

Globaler Alarm zur Augengesundheit: 2050 wird jeder Zweite kurzsichtig sein

Studie belegt: 2050 wird jeder Zweite von Kurzfristigkeit betroffen sein
Thomas Barwick via Getty Images
Studie belegt: 2050 wird jeder Zweite von Kurzfristigkeit betroffen sein

Wir verlassen uns tagtäglich auf sie: Unsere Augen. Sie sind für uns - auch durch die Digitalisierung - zum wichtigsten Sinnesorgan geworden. Wir tasten oder lauschen nicht nach den Dingen - wir versuchen immer, alles mit unseren Augen zu erfassen.

Wir brauchen unsere Augen.

Doch eine Studie des Brien Holden Vision Insitutes legt nahe,dass wir uns in 20 Jahren vielleicht nicht mehr so gut auf sie verlassen können.

Momentan betrifft Kurzsichtigkeit jeden Vierten in Australien, jeden Dritten in Amerika und jeden Zweiten in einigen asiatischen Ländern. 2010 war mehr als ein Viertel der Weltbevölkerung von Kurzsichtigkeit betroffen.

Dabei wird es nicht bleiben: Laut der Studie zeichnet sich ein Aufwärtstrend ab.

Wenn die von den Forschern beobachteten Entwicklungen weiter fortschreiten, sind möglicherweise bis 2050 fünf Milliarden Menschen kurzsichtig. Das ist knapp die halbe Weltbevölkerung.

Zusätzlich prognostiziert die Studie, dass nicht nur die Kurzsichtigkeit drastisch steigen werde, sondern dass auch bei jedem Zehnten davon das Risiko einer Erblindung signifikant ansteigt.

Kurzsichtigkeit, in wissenschaftlichen Kreisen Myopie genannt, führt dazu, dass weit entfernte Objekte schlecht bis gar nicht erkannt werden. Die häufigste Ursache ist ein zu länglicher Augapfel.

Bei einem normalen Augapfel gelangt das Licht durch die Pupillen direkt auf den Sehnerv.

Bei einem zu länglichen Augapfel gelangt das Licht jedoch nicht auf den Seenerv, weiter entfernte Objekte werden somit schlechter erkannt.

Wir sind zu selten an der frischen Luft und zu oft vor dem Bildschirm

Die Gründe für Kurzsichtigkeit liegen in unseren Genen oder entstehen durch Umwelteinflüsse. Eine zunehmende Urbanisierung und Tätigkeiten von kurzer Distanz, wie zum Beispiel Lesen und Computerarbeit, begünstigen Kurzsichtigkeit.

Kurzsichtigkeit erhöht das Risiko für weitere ernsthafte Augenerkrankungen, die bis zur Erblindung führen können. Dazu gehören die Makuladegeneration oder das Glaukom.

Die Forscher empfehlen Eltern, die Augen ihrer Kinder regelmäßig überprüfen zu lassen und Aktivitäten an der frischen Luft zu bestärken. Zusätzlich sollten Eltern die Nutzung von elektronischen Geräten kontrollieren, da diese Kurzsichtigkeit begünstigen würden.

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