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20/02/2016 12:56 CET | Aktualisiert 20/02/2016 13:48 CET

Dieser Mann hat die perfekte Beschreibung für Menschen mit Angstzuständen

Manche Leute verstehen es einfach.

Humans of New York ist wohl die beste Seite im Internet, um mal auf andere Gedanken zu kommen. Die Seite veröffentlichte am Mittwoch einen anonymen Post, in dem ein Mann über seine Erfahrungen mit Angstzuständen schreibt. Seine Gedanken fassen die Zwangssituation, der manche Menschen mit der Krankheit regelmäßig ausgesetzt sind, perfekt zusammen.

“I knew a girl in high school that always complained about having anxiety. I used to make fun of her a little bit. It...

Posted by Humans of New York on Mittwoch, 17. Februar 2016


"Ich kannte ein Mädchen aus dem Gymnasium, das sich ständig beschwerte, Angstzustände zu haben. Ich habe mich auch manchmal über sie lustig gemacht. Für mich war das nicht so schlimm. Deshalb dachte ich auch, es sei einfach egal", zitiert ihn "Humans of New York". "Und ich versuchte, sie einfach nur davon zu überzeugen, dass es nichts wäre. Ich habe sie letztens angerufen, um mich zu entschuldigen."

"Ich hatte wirklich schlimme psychische Probleme, nachdem mein Vater starb," schreibt er weiter. "Und es ist definitiv nicht 'nichts'. Es ist die unbeschreibliche Angst vor dem Nichts."

Die Aussage des Mannes wirft das Licht auf ein weiteres Problem, das Menschen mit psychischen Erkrankungen noch stemmen müssen: Die Krankheit ist nicht zu sehen.

Psychische Erkrankungen werden schnell klein geredet, da sie oftmals keine Symptome nach außen erkennen lassen.

Von außen können Menschen, die an Angstzuständen oder Depressionen leiden, ganz gesund erscheinen. Dadurch sind solche Krankheiten nicht immer so offensichtlich, wie auch einige Kommentatoren unter dem Bild bestätigen.

"Danke dass du dich an sie gewendet hast und ihr ihre Erfahrungen bestätigt hast," schreibt einer. "Als jemand, der mit einer unsichtbaren Krankheit kämpfen muss, wünschte ich, mehr Menschen würden so mitfühlend sein, wie du es geworden bist."

"Ich dachte auch immer, Menschen mit Angstzuständen würden überreagieren und alles dramatisieren, bis ich eine krasse Panikattacke hatte," teilte ein anderer mit. "Ich würde das niemandem wünschen. Ich hoffe, deine Angst legt sich wieder und du findest Wege, um es zu überstehen, wenn sie dich wieder einholt."

Etwa 40 Millionen Amerikaner sind von einer Angststörung betroffen und negative Vorurteile halten viele davon ab, sich behandeln zu lassen. Es ist also nicht nur ermutigend, sondern auch lebenswichtig für die Betroffenen, eine Konversation über mentale Störungen in öffentlichen Foren zu führen - vor allem in Online-Plattformen mit einer so großen Reichweite wie sie die Seite "Humans of New York" mit fast 17 Millionen Follower auf Facebook hat.

Das ist ein weiterer Schritt, das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu stärken. Mach weiter so, Internet.

Dieser Artikel erschien ursprünglich in der Huffington Post US und wurde von Katharina Geiger aus dem Englischen übersetzt.

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