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19/02/2016 07:09 CET | Aktualisiert 19/02/2016 07:10 CET

Schwangere verbrannt: Täter zu je 14 Jahren Haft verurteilt

Paul Zinken/dpa
Am Tatort gedenken Menschen den Opfern - der Schwangeren und ihr ungeborenes Kind

Sie hatten eine 19 Jahre alte Frau bei lebendigen Leib angezündet und verbrennen lassen. Das ungeborene Kind in ihrem Bauch ist dabei qualvoll erstickt: Nun hat das Landesgericht Berlin zwei junge Männer zu jeweils 14 Jahren Haft wegen Mordes verurteilt.

Einer der beiden am Freitag verurteilten 20-Jährigen ist der Vater des Babys. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft wollte er die Geburt des Kindes verhindern. Das grausame Verbrechen hatte Berlin erschüttert. Viele Menschen brachten Blumen und Kerzen an den Ort des Mordes.

Maria war im achten Monat schwanger und freute sich auf ihre kleine Tochter. Im Januar 2015 sollen die Männer die arglose Frau in ein abgelegenes Waldstück im Stadtteil Adlershof gelockt haben. Sie hoffte auf eine Aussöhnung mit ihrem Freund, doch die Männer sollen sie niedergestochen, mit Benzin übergossen und verbrannt haben.

15 Jahre Haft sind das Höchstmaß nach Jugendstrafrecht - dies hatte die Staatsanwaltschaft für beide gefordert. Das Gericht blieb mit seinem Urteil etwas darunter - stellte aber die besondere Schwere der Schuld fest.

Der Kindsvater war aus Sicht der Staatsanwaltschaft der Initiator und Kopf der Tat. Er habe sich einen früheren Mitschüler, mit dem er nicht enger befreundet war, als "Mitvollstrecker" ausgesucht, hatte es im Plädoyer geheißen.

Die Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert. Die Verurteilten hatten sich bei der Polizei gegenseitig der Tat bezichtigt. Vor Gericht schwiegen sie.

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