POLITIK
18/02/2016 03:00 CET | Aktualisiert 18/02/2016 05:54 CET

Kita will 4100 Euro – jetzt ziehen Eltern vor Gericht

Little girl in nursery with anorak and cap
Frank P wartenberg via Getty Images
Little girl in nursery with anorak and cap

Ein Streit zwischen einem Vater und einer Krippe um die Kündigung eines Kita-Vertrags geht am Donnerstag vor den Bundesgerichtshof. Die Eltern wehren sich gegen eine von der Kita erhobene Rekordsumme von 4100 Euro.

Der Vorfall ereignete sich in München: Die jungen Eltern hatten ihren 18 Monate alten Sohn nach zehn Tagen wieder aus der Einrichtung genommen, weil dieser sich nach ihrem Eindruck nicht wohlfühlte.

Die private Kindertagesstätte pocht hingegen auf die Kündigungsfrist von drei Monaten und will 4100 Euro für Betreuung, Verpflegung und entgangene Fördermittel.

In dem Verfahren wird erstmals höchstrichterlich entschieden, unter welchen Bedingungen ein Kita-Vertrag gekündigt werden kann. Die Krippe hatte von den Eltern für den Platz außerdem 1000 Euro Kaution kassiert - auch diese Praxis prüfen die Karlsruher Richter. Ein Urteil gibt es möglicherweise noch am selben Tag.

Fast jedes dritte Kind unter drei Jahren deutschlandweit wird tagsüber außer Haus betreut. Gut 693.300 Kleinkinder gingen im Frühjahr 2015 in Krippen, Kitas oder zu Tageseltern, rund 32.600 mehr als 2014, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

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