LIFE
18/02/2016 12:19 CET | Aktualisiert 22/01/2018 11:58 CET

Das passiert, wenn du dich mit einem Bleistift stichst

Jeder von uns hat oder hatte ihn schon einmal – den schwarzen Fleck auf der Hand, den ein Bleistift hinterlassen hat. Entweder haben wir uns den Bleistift als Grundschüler versehentlich selbst in die Hand gerammt oder unser Banknachbar hat uns damit gepikst.

Und dieser schwarze Fleck geht nicht mehr weg.

So sehr wir auch rubbeln, er bleibt da, jahrelang. Man hat praktisch ein permanentes, winziges Tattoo, das einen auf ewig an die Schulzeit erinnert.

Aber wieso sind die Bleistiftflecken so hartnäckig?

Moderne Bleistifte bestehen aus Graphit. Die Mine wird aus einem gebrannten Graphit-Ton-Gemisch hergestellt.

Graphit hat die Eigenschaft, dass er sehr leicht abfärbt – deswegen lässt sich ja mit Bleistiften so leicht schreiben und das Geschriebene wieder wegradieren.

Das führt aber auch dazu, dass sie unsere Hände einfärben und bei einer Wunde – wenn man sich mit dem Bleistift tief ins Fleisch sticht – die Einfärbung erst einmal bestehen bleibt.

Dabei kann es sein, dass ein kleines Stück der Mine abbricht und in der Wunde zurückbleibt, die dann wieder zuwächst.

Dann scheint das dunkle Minenstück durch die oberen Hautschichten und wir haben einen permanenten schwarzen Fleck auf der Haut.

Deshalb muss man sich aber keine Sorgen machen, denn das Minenstück ist absolut ungefährlich. Bleistifte werden schon lange nicht mehr aus Blei – einem giftigen Schwermetall – hergestellt, sondern eben aus Graphit. Dieser Stoff ist ungiftig und harmlos.

Aus medizinischer Sicht ist der schwarze Bleistiftfleck also unbedenklich. Wer ihn trotzdem aus ästhetischen Gründen entfernen möchte, sollte dafür lieber zum Arzt gehen und es nicht selbst versuchen.

Es besteht die Gefahr, dass man beim Aufstechen der Haut seine Wunde infiziert oder das Minenstück noch tiefer in die Haut schiebt.

Da stehen wird doch lieber zu unserer Bleistift-Tätowierung.

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