POLITIK
17/02/2016 23:08 CET | Aktualisiert 18/02/2016 05:52 CET

Terroranschlag in Ankara: Das ist Erdogans blutige Rache

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Recep Tayyip Erdoğan übt Rache an der PKK

Nach dem Terroranschlag in Ankara hat Türkei Stellungen der PKK bombardiert. Die türkische Luftwaffe hat nach irakischen Medienberichten die verbotene kurdischen Arbeiterpartei im Nordirak angegriffen.

Die Angriffe am Mittwochabend hätten eine Stunde gedauert. Das berichtete der Fernsehsender Al Sumaria. Bei dem Anschlag auf einen Militärkonvoi waren nach Regierungsangaben mindestens 28 Menschen getötet und 61 weitere verletzt worden.

Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt. Die türkische Regierung hat nach eigenen Angaben bislang keine Hinweise darauf, wer für den Bombenanschlag auf einen Konvoi mit Bussen der Armee verantwortlich ist. Vize-Ministerpräsident Numan Kurtulmus sagte, es gebe noch keine Informationen darüber, wer für die Tat verantwortlich sei.

Doch die meisten Beobachter waren sich schnell einig. Ihrer Meinung nach steckt wahrscheinlich die kurdische Arbeiterpartei PKK hinter dem Attentat. Die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK hatte angekündigt, Angriffe auf staatliche Institutionen auszuweiten.

Recep Tayyip Erdoğan und Ministerpräsident Ahmet Davutoglu kamen zu einer Krisensitzung zusammen. Der Präsident kündigte anschließend Vergeltung für den Anschlag an. Die Türkei sei entschlossen, von ihrem "Recht auf Selbstverteidigung" Gebrauch zu machen, sagte er. Die PKK greift aber immer wieder türkische Sicherheitskräfte an. Sie hat zudem angekündigt, Angriffe auf staatliche Institutionen auszuweiten.

Zu dem Anschlag kam es gestern im Regierungsviertel Cankaya. In der Nähe des Parlaments stoppte im Berufsverkehr gegen 18.30 Uhr ein Konvoi mit Bussen der Armee an einer Ampel. Ein Auto mit einer Bombe an Bord raste in die Busse.

Die Explosion war heftig. Fotos zeigen Feuer und eine hoch aufsteigende Rauchsäule. Zwei Busse brannten wohl völlig aus. Ob alle Opfer Armeeangehörige sind, war am Abend nicht bekannt.

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